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Rom
Papst deutet Weg für gemeinsames Abendmahl an

Rom. Papst Franziskus hat in der Frage gemeinsamer Abendmahlsfeiern von Katholiken und Lutheranern die Möglichkeit freier Gewissensentscheidungen angedeutet. Das Leben sei "größer als Interpretationen", sagte er bei einem Besuch in der evangelisch-lutherischen Christuskirche in Rom mit Blick auf das unterschiedliche Abendmahlsverständnis von Katholiken und Lutheranern. Beide teilten die gleiche Taufe. Jeder müsse für sich eine Antwort finden. "Ich werde nie wagen, es zuzulassen, denn das liegt nicht in meiner Kompetenz", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Die Gläubigen sollten zu Gott sprechen und voranschreiten. "Mehr wage ich nicht zu sagen", sagte der Papst. Eine Antwort auf die Frage, was gemischtkonfessionelle Paare tun könnten, um gemeinsam das Abendmahl zu nehmen, sei nicht leicht, so Franziskus. Der Papst wurde bei seinem Besuch in der Christuskirche von dem emeritierten Präsidenten des päpstlichen Einheitsrats, Kardinal Walter Kasper, und dessen Nachfolger, Kardinal Kurt Koch, begleitet. Im Gottesdienst erinnerte der Papst an gegenseitige Verurteilungen von Katholiken und Lutheranern.

(epd)
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