Boulevard-Bühnen: Rettet "Ernst" Theater am Kurfürstendamm?
zuletzt aktualisiert: 16.01.2006 - 14:02Berlin (rpo). Die Boulevard-Bühnen am Berliner Kurfürstendamm scheinen gerettet zu sein. Bis jetzt liegen bis zu 15.000 Unterschriften von Theater- und Kulturfreunden gegen den Abriss der historischen Gebäude, aus der Ära des großen Max Reinhardt, vor. Bei der Premiere von Oscar Wildes "Ernst - und seine tiefere Bedeutung" am Sonntagabend, sprachen sich auch viele Politiker und Künstler gegen die Schließung des Theaters zugunsten eines neuen Shopping-Centers aus.
Unter den Gästen befanden sich Kultursenator Thomas Flierl (Linke) und Innensenator Erhardt Körting (SPD), die Intendanten Klaus Peymann (Berliner Ensemble) und Bernd Willms (Deutsches Theater) sowie Dutzende namhafter Schauspieler.
Das Wilde-Stück wurde von der Regisseurin Katharina Thalbach inszeniert, die an der Komödie debütierte. Außerdem spielt sie die Rolle der raunzigen Lady Bracknell. Besonderen Beifall fand eine Gesangseinlage der Schauspielerin. Mit der Thalbach wird bei den Vorstellungen bis zum 12. März die aus Kroatien stammende und bei Köln aufgewachsene Andreja Schneider alternieren.
Katharina Thalbachs Tochter Anna spielt die Hauptrolle der Gwendoleen Fairfex, Karina Krawczyk gibt die Cecily Cardew. Lucas Gregrowicz und Johannes Zirner sind John Worthing und Algernon, die sich als Brüder herausstellen.
Die neue deutsche Übersetzung des Wilde-Stückes besorgte Bernd Eilert. Unter dem Titel "Keine Hochzeit ohne Ernst" war das Werk zu DDR-Zeiten zum Ausgangspunkt des international erfolgreichen Musicals "Mein Freund Bunbury" geworden, das unlängst am Volkstheater Rostock zur Wiederaufführung kam.
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