Ausstellung im Heine Institut: Robert Gernhardts "Sudelblätter"
zuletzt aktualisiert: 15.03.2005 - 10:08Düsseldorf (rpo). Robert Gernhardt und Heinrich Heine haben einiges gemeinsam: Zum Beispiel ihren Geburtstag am 13. Dezember. Nachdem Gernhardt letztes Jahr in Düsseldorf mit dem Heine-Preis ausgezeichnet worden war, widmet das Heinrich-Heine-Institut dem Maler, Zeichner und Schriftsteller nun eine eigene Ausstellung.
Im Mittelpunkt der bis zum 16. Mai dauernden Schau stehen Gernhardts "Sudelblätter im Wörtersee". Mit dem Zyklus knüpft der Schriftsteller an 99 Aphorismen Georg Christoph Lichtenbergs an, wie ein Sprecher der Einrichtung am Dienstag mitteilte.
Den "Sudelsprüchen" Lichtenbergs hat Gernhardt 99 "Sudelblätter" hinzugefügt, die ab 1992 als Serie im FAZ-Magazin erschienen und 1999, zum 200. Todestag von Lichtenberg, in Buchform vorgelegt wurden. Ergänzt werden die 99 "Sudelblätter" durch signierte Buchausgaben von Gernhardt und Materialien zu Lichtenberg. Robert Gernhardt gehört mit seinem hintersinnigen Witz in Bild und Wort bereits zu den Klassikern der Gegenwart.
Gernhardt wurde 1937 als Sohn eines Richters in Reval (heute Tallinn, Estland) geboren, wuchs in Göttingen auf und studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin. Seit 1964 lebt er in Frankfurt am Main. 1979 gründete Gernhardt mit Eckhard Henscheid und F. K. Waechter das Magazin "Titanic", das neue Maßstäbe der Satire setzte. Gernhardt machte sich auch als Maler, Zeichner, Karikaturist und Schriftsteller einen Namen.
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