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Wuppertal
Theater Pina Bausch verzichtet auf neue Stücke

Wuppertal. Im Mai 2017 übernimmt Adolphe Binder als neue künstlerische Leiterin das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Bis dahin gilt es nun für die Compagnie, eine Spielzeit ohne künstlerischen Leiter zu bestreiten. Das längjährige Ensemblemitglied Lutz Förster hat sich zum Ende der Spielzeit 2015/2016 wieder auf seinen Posten in der Folkwang Universität zurückgezogen und wird auch als Tänzer nicht mehr in Wuppertal gastieren. Von Marion Meyer

Ein "kleines Team aus Tänzern", das Geschäftsführer Dirk Hesse nicht näher benennt, fällt in dieser Spielzeit die künstlerischen Entscheidungen - und sieht keine Neuinszenierung vor. So stehen elf Werke von Pina Bausch auf dem Programm, darunter "Nefés", eine Koproduktion mit Istanbul, die lange nicht zu sehen war, und "Arien". Das Stück von 1979, das zu den schönsten der Wuppertaler Choreographien gehört, wird als Neueinstudierung im Mai 2017 zu sehen sein - mit neuem Ensemble.

44 Gastspiele gibt das Tanztheater in dieser Spielzeit etwa in Singapur, Hong-Kong und Seoul, 30 Vorstellungen spielt das Tanztheater im Wuppertaler Opernhaus. Doch es gibt Hoffnung, dass bald auch wieder das Schauspielhaus als Spielstätte zur Verfügung steht. Die Pläne für ein Internationales Tanzzentrum in dem seit 2013 geschlossenen Haus konkretisieren sich. 2019 soll der Umbau beginnen, 2022 die Eröffnung sein. Das Konzept sieht vor, dass neben dem Tanztheater Wuppertal dort die Pina-Bausch-Foundation und ein Bürgerforum unterkommen. Außerdem soll das Internationale Tanzzentrum seinem Namen alle Ehre machen und ein Proben- und Aufführungsort für spartenübergreifende Produktionen anderer Compagnien werden.

Quelle: RP
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