Der Schauspieler Joachim Gottschalk spielte in dem nationalsozialistischen Kriegsfilm "Aufruhr in Damaskus" (1938) mit und entschied sich unter dem Druck des NS-Regimes für den Freitod.
Robert Dorsays bekannteste Filme waren "Zu neuen Ufern" (1937) mit Zarah Leander und "Es geht um mein Leben" (1936) mit Karl Ludwig Diehl. Er wurde 1943 im Berliner Gefängnis Plötzensee wegen angeblicher Wehrkraftzersetzung hingerichtet.
Gottschalks bekannteste Filme waren "Du und ich" (1938) mit Brigitte Horney, "Das Mädchen von Fanö" (1941) mit Gustav Knuth und "Die schwedische Nachtigall" (1941) mit Ilse Werner. 1941 brachte er sich gemeinsam mit seiner jüdischen Frau und seinem Sohn in Berlin um.
Der Komiker Otto Wallburg wurde vor 1933 am Deutschen Theater in Berlin bekannt. 1931 schaffte er mit seiner Persiflage über die Bergfilme Louis Trenkers "Der Hochtourist" endgültig den Durchbruch. Bereits ab März 1933 entließ der Ufa-Aufsichtsrat alle jüdischen Angestellten - auch Wallburg war dabei. Er emigrierte nach Wien und Amsterdam. Als die Deutschen in die Niederlande einrückten, wurde Wallburg in das KZ Auschwitz deportiert, wo er 1944 vergast wurde.
Otto Wallburg wirkte in "Dr. Bessels Verwandlung" (1927) mit.
Den Schauspieler und Regisseur Kurt Gerron zwang die SS den Pseudo-Dokumentarfilm "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" zu drehen. Er sollte das vermeintlich angenehme Lagerleben in dem KZ Theresienstadt wiedergeben. 1944 wurde er in Auschwitz vergast. Gerron wirkte unter anderem in "Der blaue Engel" (1930) mit Marlene Dietrich und "Bomben auf Monte Carlo" (1931) mit Hans Albers mit.
Fritz Grünbaum war einer der großen Schauspieler der Weimarer Zeit. Der 1880 in Brünn geborene verstarb 1941 in dem KZ Dachau. Seine bekanntesten Filme waren "Der Raub der Mona Lisa" (1931) mit Willi Forst, "Der brave Sünder" (1931) mit Heinz Rühmann und "Mensch ohne Namen" (1932).
Der erst 33-jährige Hans Otto wurde bis zur Bewusstlosigkeit gequält und aus dem Fenster geschmissen, bevor er in einem Berliner Krankenhaus verstarb. Sein einziger Film war "Das gestohlene Gesicht" aus dem Jahr 1930.
Der Schauspieler Paul Morgan galt in der Weimarer Republik als einer der Vielseitigsten. Er bekam die Macht des NS-Regimes sehr früh zu spüren und verstarb 1938 in dem KZ Buchenwald. Seine bekanntesten Filme waren "Die Herrin der Welt" (1919) mit Mia May, "Zwei Herzen im Dreivierteltakt" (1930) mit Gretl Theimer und "Ich und die Kaiserin" (1933).