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Mainz
Vorlesen bildet und macht Spaß

Mainz. Wenn doch alle wissen, wie gut das Vorlesen ist, warum machen es dann nicht einfach alle? Nach der jüngsten Studie zum Thema aber lesen 15 Prozent der Eltern in Deutschland ihrem Nachwuchs seltener als einmal die Woche etwas vor; und weitere 15 Prozent verzichten auf diese offenbar lästige Tätigkeit vollständig. Wenn das schon seit Jahren so ist, dann scheinen die nachweislichen Vorteile des Vorlesens kaum zu beeindrucken: dass etwa Kinder, die in den Genuss vorgelesener Geschichten kommen, zu einem großen Teil bessere schulische Leistungen erbringen - und das unabhängig vom Bildungsniveau der Eltern; dass sie überdies zuverlässiger und selbstbewusster sind, über einen ausgeprägteren Gerechtigkeitssinn und ein gutes Sozialverhalten verfügen.

Das alles hat die Studie - bei der 524 Kinder eingehender betrachtet wurden - bestätigt. Dass das Vorlesen es bis heute dennoch nicht zum geistigen Volkssport gebracht hat, liegt vielleicht auch daran, dass bei all den löblichen Ermunterungen gleich immer so viel Pädagogik mitspielt. Vielleicht vermiest auch das manchem den Griff zum Buch. Dabei kann Lesen und Vorlesen auch einfach nur Spaß machen. Und damit das auch richtig gut gelingt, haben wir mit Hilfe der Stiftung Lesen sieben goldene Regeln fürs Vorlesen aus Freude aufgestellt.

(los)
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