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Theater in der Krise
Wuppertaler Schauspielchefin Abbrederis geht vorzeitig

Wuppertaler Schauspielchefin Abbrederis geht vorzeitig
Die Schauspielintendantin Susanne Abbrederis geht Mitte 2017. FOTO: dpa, ve axs
Wuppertal . Die Wuppertaler Bühnen kommen aus der Krise nicht heraus. Gerade erst ist die Oper wieder auf Erfolgskurs. Nun geht die Schauspielintendantin Susanne Abbrederis.

Abbrederis (62) werde zwei Jahre früher als vorgesehen aus ihrem Vertrag aussteigen und das Theater zum 31. Juli 2017 verlassen, teilte das Schauspiel Wuppertal mit. Die Wienerin hatte die Leitung des in der Krise geschrumpften Theaterensembles 2014 übernommen. Weil das sanierungsbedürftige Schauspielhaus seit drei Jahren dicht ist, war eine Lagerhalle zu einer Ersatzbühne mit 150 Sitzplätzen umgebaut worden.

Im Hinblick auf die Empfehlungen eines Gutachtens zur finanziellen Stabilisierung der Wuppertaler Bühnen erscheine eine Neubesetzung der Schauspielleitung "erforderlich", hieß es in einer Pressemitteilung. Abbrederis werde die begonnene Spielzeit 2016/17 wie geplant umsetzen.

Hintergrund der Trennung soll nach einem Bericht der "Westdeutschen Zeitung" die Weigerung von Abbrederis sein, die größere Bühne im Opernhaus öfter zu bespielen. Das Gutachten habe Oper, Orchester und Schauspiel zu deutlich mehr Auftritten geraten, um mehr Einnahmen zu erzeugen. Dagegen soll Abbrederis Bedenken geäußert haben. Offiziell wollte das Schauspiel keine weiteren Erklärungen abgeben.
Künstlerisch hatte Abbrederis gemischte Kritiken für ihren Spielplan bekommen.

In Wuppertal hatte sich zum Spielzeitbeginn gerade erst die Oper aus der Krise gearbeitet und war unter dem neuen Intendanten Berthold Schneider erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet.

(dpa/jeku)
 
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