Sänger mag Debüt-Scheibe nicht: Xavier Naidoo verbietet eigene CD
zuletzt aktualisiert: 28.05.2003 - 14:33Berlin (rpo). Xavier Naidoo hat seine eigene CD verbieten lassen. Der Sänger will nicht, dass sein zunächst in den USA veröffentlichtes Debütalbum verkauft wird - er findet die Scheibe "seelenlos".
Am Dienstag waren Laster bei einer Berliner Vertriebsfirma vorgefahren und hatten Kartonweise Tonträger mit dem Titel "Xavier Naidoo - Seeing Is Believing" aufgeladen. Damit sei die Scheibe aus dem Verkehr gezogen, sagte ein Mitarbeiter des Unternehmens am Mittwoch der dpa.
Naidoo hatte gegen die Veröffentlichung eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg erwirkt. Das Gericht sah die Urheberrechte des aus Mannheim stammenden Sängers als verletzt an. Die Produzentin des 1993 aufgenommenen Albums, Nicole Dürr, beruft sich dagegen auf einen Vertrag mit Naidoo. Außerdem habe sie ihm als erste Produzentin eine Chance gegeben und nicht nur 500.000 Dollar (heute: 426.000 Euro), sondern auch Vertrauen in ihn investiert. Naidoo hatte die Debüt-CD in Interviews als seelenlos bezeichnet.
Die Firma naidoo records GmbH erläuterte, am 2. Juni erschienen eine Doppel-DVD sowie eine Doppel-CD unter dem Titel "Alles Gute vor uns". Diese seien autorisierte Originalprodukte von Xavier Naidoo.
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