| 11.11 Uhr

2,1 Millionen Autos betroffen
Suzuki Motor räumt Fehler bei Verbrauchstests ein

Aktie eingebrochen: Auch Suzuki Motor soll Verbrauchstests manipuliert haben
Der Suzuki Vitara. FOTO: Hersteller
Tokio. Beim Konkurrenten Mitsubishi Motors waren bereits Manipulationen bei Verbrauchswerten für Kleinstwagen aufgeflogen. Und auch der japanische Kleinwagenspezialist Suzuki Motor soll bei Verbrauchstests manipuliert haben.

Wie japanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf informierte Quellen berichteten, habe der Konzern Unregelmäßigkeiten bei Tests festgestellt. Möglicherweise sei ein in Japan unzulässiges Testverfahren angewendet worden. Die Aktie von Suzuki brach in Reaktion auf die Medienberichte um mehr als zehn Prozent ein.

Fehler bei Verbrauchstest haben keine Folgen

Doch Suzuki kommt wohl glimpflich aus der Affäre um fehlerhafte Verbrauchstests heraus. Der Konzern räumte zwar am Mittwoch ein, bei 16 Automodellen seit 2010 Testmethoden eingesetzt zu haben, die nicht den japanischen Vorschriften entsprächen.

Allerdings hätten nun Untersuchungen ergeben, dass dies nicht zu verzerrten Ergebnissen geführt habe. Es gebe daher keine Notwendigkeit, die Daten zu korrigieren, erklärte die landesweite Nummer vier der Branche. Auch Auswirkungen auf die Geschäftszahlen sieht der Konzern zunächst nicht. Die Aktie hatte zuvor gut neun Prozent nachgegeben, nachdem die Fehler bei den Tests bekanntwurden.

2,1 Millionen Autos betroffen

Insgesamt seien etwa 2,1 Millionen Autos betroffen, erklärte Suzuki. Das Verkehrsministerium in Tokio hatte nach dem Skandal um die Manipulation von Spritverbrauchswerten bei dem japanischen Autobauer Mitsubishi die anderen Autokonzerne des Landes aufgefordert, erneut ihre Verbrauchsmessungen vorzulegen.

(tak/reu/dpa)
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