Alternativer Antrieb im Überblick
Elektroauto: die Vor- und Nachteile

Alternativer Antrieb: die Vor- und Nachteile eines Elektroautos
FOTO: BMW
Elektroautos laufen unabhĂ€ngig von fossilen Rohstoffen und sind klimafreundlich, weil sie keine schĂ€dlichen CO2-Emissionen ausstoßen. Elektrofahrzeuge punkten vor allem in großen BallungsrĂ€umen: Sie vermeiden Smog, und die LĂ€rmbelĂ€stigung nimmt ab. Interessieren Sie sich fĂŒr ein Elektroauto? Dann kommen hier die Vor- und Nachteile als Entscheidungshilfe.

Unterhalt, Wartungskosten und Betrieb eines Elektrofahrzeugs sind wesentlich gĂŒnstiger als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Eine Strom-Betankung kostet je nach Verbrauch und Tarif nur wenige Euro. Von Bedeutung ist auch, dass es fĂŒr Elektrofahrzeuge mit der Zulassung nach dem 18. Mai 2016 eine KaufprĂ€mie vom Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt. Gefördert werden Elektroautos mit bis zu 4000 Euro und Hybridautos mit bis zu 3000 Euro. Die Liste der förderwĂŒrdigen Elektroautos gibt es hier. So profitieren Sie von der E-Auto-PrĂ€mie.

Die grĂ¶ĂŸte Schwachstelle der Elektrofahrzeuge bleiben die Akkus. Trotz moderner und verbesserter Technik sind die Energiespeicher teuer und schwer. Sie besitzen teilweise nur eine geringe SpeicherkapazitĂ€t, sodass die Lebensdauer der Batterie gering ist.

Unterschied zwischen Elektro- und Hybridauto

Elektrofahrzeuge fahren mit Strom und besitzen einen Elektromotor, der keinerlei Abgase erzeugt. Gespeichert wird der Strom in einer Batterie. Der Elektromotor wandelt diesen in mechanische Energie um, indem er eine Rotation zum RÀderantrieb erzeugt. Dabei wird das maximale Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen erreicht, wodurch die Beschleunigung linear verlÀuft. Somit besitzen Elektrofahrzeuge einen wesentlich geringeren Energieverlust als normale Autos, die mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sind.

Auch Hybridfahrzeuge werden vorwiegend von einem Elektromotor angetrieben. Der zusĂ€tzliche Verbrennungsmotor kommt nur beim Anfahren oder auf kĂŒrzeren Strecken zum Einsatz, wodurch der Wagen weniger Benzin verbraucht. Weitere Unterschiede zwischen Elektro- und Hybridfahrzeugen finden Sie hier.

Wo kann ich mein Elektroauto tanken?

Ladestationen bieten die Möglichkeit, das Elektroauto mit Strom aufzuladen. Da die Anzahl der Stationen noch begrenzt ist, sollten Auto-Besitzer alle Auflademöglichkeiten kennen. Bisher existieren zwei unterschiedliche Ladeoptionen.

GrundsĂ€tzlich ist das Aufladen ganz bequem zu Hause möglich. Voraussetzung ist hier ein Stellplatz mit einem entsprechenden Elektro-Anschluss fĂŒr das Auto. Der Anschluss erfolgt ĂŒber ein Ladekabel an einer Haushaltssteckdose (230 Volt). Zu beachten ist aber das erhöhte Sicherheitsrisiko, weshalb von einem Fachmann vor Inbetriebnahme abgeklĂ€rt werden sollte, ob die Kabel und AnschlĂŒsse der Dauerbelastung gewachsen sind. Sollte die Installation zu schwach sein, droht Brandgefahr.

Wesentlich schneller lĂ€dt die Batterie an einem Drehstromanschluss (400 Volt). Hier ist eine Ladeleistungen zwischen 11 und 22 kW möglich. Bei dauerhafter Nutzung ist eine sogenannte Wallbox zu empfehlen. Hierbei handelt es sich um eine intelligente Wandladestation gemĂ€ĂŸ IEC 62196, die speziell fĂŒr Elektroautos entwickelt wurde und eine Schnittstelle zwischen dem Stromnetz und dem Ladekabelstecker darstellt. Normalerweise wird die Wallbox an Drehstrom und 16 oder 32 Ampere angeschlossen.

Eine weitere Möglichkeit, um Elektroautos mit Energie aufzuladen, sind die Schnelllader an Stromtankstellen oder in ParkhĂ€usern. Beim Verlassen des Parkhauses werden dann ParkgebĂŒhr und das Aufladen zusammen bezahlt. Stromtankstellen gibt es oftmals in Verbindung mit normalen Benzintankstellen.

Wie lange dauert das Aufladen der E-Autos?

Die Ladedauer der Fahrzeuge hÀngt zum einen von der BatterieladekapazitÀt und zum anderen von der Ladetechnik ab. Dabei bewegt sich die Ladedauer bei einer durchschnittlichen LadekapazitÀt von 20 kWh zwischen sechs bis acht Stunden bei 230 Volt und 13 Ampere sowie ungefÀhr einer Stunde bei 400 Volt und 32 Ampere.

Das Aufladen eines Renault Zoe dauert zum Beispiel an einer normalen Steckdose um die 14 Stunden. Mit einer 16-Ampere-Steckdose kann die Ladedauer auf ca. neun Stunden verkĂŒrzt werden. Schnellere Ladezeiten sind mit einer Wallbox möglich. Hier arbeitet Renault mit unterschiedlichen Partnern zusammen und die Ladezeit reduziert sich auf sechs bis neun Stunden.

Eine Wallbox hat somit viele Vorteile. Von Nachteil sind hingegen die hohen Anschaffungskosten. So kostet eine Wallbox von Mennekes um die 1700 Euro. Etwas gĂŒnstiger sind von RWE installierte Boxen mit einem Preis ab 1600 Euro oder eine Box von The Mobility House, die ungefĂ€hr 850 Euro kostet.

Was kostet ein Elektroauto an Strom?

Generell richten sich die Kosten nach der verbrauchten Strommenge. Mittlerweile haben unterschiedliche Stromanbieter gĂŒnstigen Nachtstrom im Angebot, weshalb sich ein Stromanbietervergleich durchaus lohnen kann. FĂŒr eine genaue Kostenkontrolle empfiehlt es sich, einen separaten StromzĂ€hler an der Ladestelle zu installieren. Hingegen besitzt eine Wallbox bereits einen integrierten StromzĂ€hler.

Das Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) gibt an, dass ein Elektrofahrzeug aus der Kompaktklasse ungefĂ€hr 18 bis 20 kWh auf 100 Kilometern verbraucht. Mit einem ĂŒblichen Tarif im Privatverbrauch wĂ€ren das ungefĂ€hr 0,25 Euro pro kWh, wonach sich die Energiekosten auf weniger als vier Euro je 100 km belaufen.

Elektroroller als Alternative?

Der Elektroroller ist gerade fĂŒr den Stadtverkehr eine praktische Alternative zum Elektrofahrzeug. Hier die Vorteile und Nachteile auf einen Blick:

Vorteile:

  • Reichweite mit Lithium-Technologie bis zu 140 km
  • Batterieladung ĂŒberall möglich
  • geringe Betriebskosten
  • geringe Wartung
  • keine hohen Kfz-Kosten (z. B. Verschleißteile)  

Nachteile:

  • hohe Anschaffungskosten
  • QualitĂ€tsunterschiede am Markt

Wer einen E-Scooter fahren darf, und ob sich ein Kauf wirklich lohnt – darĂŒber gibt es hier mehr zu lesen.

Brennstoffzellenautos als Autos der Zukunft

Das Brennstoffzellenauto soll in Zukunft das Elektrofahrzeug ersetzen. Mithilfe einer Brennstoffzelle kann der Wagen den Strom selbst erzeugen, denn in dieser entsteht durch die Reaktion von Wasser- und Sauerstoff der Strom. Wasserdampf ist hier das einzige Abfallprodukt. Ob aber tatsĂ€chlich das Brennstoffzellenauto das E-Auto ablösen wird, ist noch unklar. Es gibt immer noch zu viele offene Fragen, wie beispielsweise ĂŒber die Effizienz der Brennstoffzellen oder woher der Wasserstoff bezogen wird, der als Treibstoff dient. NĂ€here Informationen zu Brennstoffzellenautos finden sich hier.

Sie suchen ein gĂŒnstiges Elektroauto? Dann schauen Sie mal hier: Welches Elektroauto passt zu Ihnen?

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