Motortuning
Die sieben wichtigsten Tipps für das Chiptuning

Das ist der Ferrari F12 Berlintta von Novitec Rosso
Das ist der Ferrari F12 Berlintta von Novitec Rosso FOTO: Novitec Rosso
Chiptuning macht Lust auf mehr Leistung. Beim Chiptuning geht es um die Leistungsoptimierung des Motors, um mehr Power und mehr PS. Der Laptop genügt, um eine Leistungssteigerung des Motors von bis zu 20 Prozent zu erhalten. Vorsicht ist aber mit Blick auf Herstellergarantie, TÜV-Kosten und Wiederverkaufswert geboten.

Beim Chiptuning wird die Elektronik des Motors manipuliert, um eine verbesserte Leistung, mehr PS oder einen geringen Kraftstoffverbrauch zu erhalten. Das geschieht durch den Einbau eines zusätzlichen Chips, durch die Neuprogrammierung der Motorsoftware oder selten durch den Austausch des Chips. Chiptuning ist bei allen modernen BMW, Audis, VWs, Porsche und Mercedes Benz Modellen möglich.

Was taugt Chiptuning?

Eine Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent beim VW, BMW und anderen Automarken soll durch das Chiptuning möglich sein. Dabei wird die Einspritzmenge im Motor erhöht und die Motorleistung und das Drehmoment gesteigert. Geht es beim Chiptuning vordergründig um die Effizienz und einen geringeren Kraftstoffverbrauch, wird dies auch Eco-Tuning genannt.

Sieben Tipps für das Chiptuning

  1. Vor dem Tuning: Chiptuning sollte von einem professionellen Tuner durchgeführt werden. Muss der Chip nur eingebaut werden, können Sie dies nach Anleitung eventuell selbst übernehmen.
  2. Professionellen Tuner aufsuchen: Informieren Sie sich im Internet über unterschiedliche Angebote von seriösen Tunern. Bei unglaubwürdigen Versprechen mit einer hohen Leistungssteigerung für nur wenige Euros sollten Sie vorsichtig sein. Auch von Angeboten für Chiptuning ohne die nötigen Genehmigungen sollten Sie Abstand nehmen. Was Sie beim Tuning sparen, wird eventuell mit einem Motorschaden oder einer teuren Einzelabnahme beim TÜV quittiert.
  3. Kosten des Chip-Tunings: Die Kosten für das Tuning des Chips schwanken zwischen wenigen Euro und mehreren Hundert Euro. Für ein seriöses Angebot können Sie mit Kosten zwischen 600 und 1500 Euro rechnen. Ob VW, Audi, Mercedes, Porsche oder LKW ist beim Chiptuning zunächst zweitrangig. Um die passende Software zu ermitteln, muss der Motor analysiert und eine passende, abgestimmte Software auf die Motorensoftware gespielt werden.
  4. Was Sie vom Chiptuning erwarten können: Eine Leistungssteigerung des Autos von 20 Prozent ist realistisch. Teilweise werden auch Chips angeboten, die eine Leistungssteigerung von 30 Prozent und mehr beim VW, Mercedes und Audi versprechen. Hier sollten Sie sich gut überlegen, ob das Angebot seriös ist und ob die hohe Leistungssteigerung den Verschleiß des Motors zu stark erhöht.
  5. Genehmigungen: Beim Tuning des Chips bedarf es neben der perfekten Abstimmung auf den Audi A4 oder den Motor des VW Golf auch eines korrekten Einbaus und einer dazugehörigen Genehmigung. Ohne Genehmigung erlischt die Betriebserlaubnis. Ein Teilegutachten sollte jeder Chip für das Tuning mitbringen. Mit diesem können Sie die Änderungsabnahme bei einer offiziellen Prüfstelle wie beispielsweise dem TÜV durchführen. Durch das Teilegutachten ersparen Sie sich aufwendige und teure Prüfungen der Einzelabnahme. Von günstigen Angeboten ohne Genehmigung sollten Sie sich distanzieren.
  6. Garantie und Versicherung: Viele Hersteller kritisieren Chip-Tuning. So ist es möglich, dass die Herstellergarantie Ihres VW, BMW oder Audis durch das Chiptuning ungültig wird. Prüfen Sie die Garantiebedingungen vor dem Tuning Ihres Autos. Ähnlich verhält es sich mit der Versicherung: Eine Optimierung der Leistung Ihres Autos muss der Versicherung mitgeteilt werden. Durch die Wertsteigerung des Autos und die höhere Leistung kann sich die Prämie erhöhen. Sprechen Sie vor dem Tuning mit Ihrer Versicherung.
  7. Risiko Chiptuning: Durch das Tuning per Chip werden komplizierte Abläufe im Motor verändert. Ist die Tuningsoftware nicht 100 Prozent auf die bestehende Software abgestimmt, kann es zu Ausfällen kommen. Erhöhte Temperaturen im Motor könnten im schlimmsten Fall sogar zu einem Motorschaden führen. Bedenken sollten Sie auch, dass durch das Tuning des Chips der Wiederverkaufswert sinken kann, auch wenn der Chip entfernt und das Auto in den Originalzustand zurückversetzt wird. Grund dafür ist der erhöhte Verschleiß des Motors durch die zusätzliche Leistung. Wägen Sie die Vorteile des Chiptunings gegen mögliche Konsequenzen gut ab.

Wo muss ich Chiptuning eintragen lassen?

Mit einem Teilegutachten ausgestattet sollten Sie nach Verbau des Chips beim TÜV, der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) oder der Prüforganisation KÜS vorstellig werden. Die Abnahme der Änderung ist schnell erledigt und kostengünstig. Ohne Teilegutachten muss eine Einzelabnahme durch einen amtlichen Sachverständigen durchgeführt werden. Die Begutachtungskosten bei der Einzelabnahme können noch einmal so viel kosten, wie das Chiptuning selbst.

Mehr zum Thema Chiptuning erfahren Sie im Artikel Chiptuning - so funktioniert das Mortortuning und in unserem Tuning-Ressort.

 
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