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Neues aus Legoland
Nissan Cube

Der neue Nissan Cube
Der neue Nissan Cube FOTO: Hersteller
Nissan Cube / Baujahr 2009 Von Thorsten Breitkopf

Malen Kinder ein Auto, dann sieht es oft so ähnlich aus wie der Nissan Cube. In Japan ist der Würfelwagen Kult. Jetzt kommt er auch zu uns.

Ausstattung

Das ungewöhnliche Aussehen des Cube setzt sich im Innenraum fort. Auf dem Armaturenbrett ist eine wuschelige Wollablage. Welchen Zweck sie hat, ist unklar ­ dennoch ist sie originell. Das riesige Glasdach kann mit einer Jalousie aus traditionellem japanischen Reispapier zugezogen werden.

Fahrleistung

Technisch ist der Cube ein alter Vertrauter, der auf der Plattform B der Zusammenarbeit von Nissan mit Renault aufbaut -­ genauso wie Clio oder der Nissan-Bruder Note. Kunden haben die Wahl zwischen einem Diesel- und einem Benzin-Aggregat mit jeweils 110 PS.

Karosserie

Nissan bringt einen würfelähnlichen Kleinwagen auf den deutschen Markt und will damit die Herzen der Liebhaber exotischer Autos erobern. In Japan hat der Cube seit zehn Jahren einen Status wie hierzulande vielleicht der New Beetle oder der Mini. Doch ist der Nissan Cube jetzt hübsch oder hässlich -­ Kult oder Katastrophe?
Eines steht jedenfalls fest: Der Nissan Cube bringt Freude zu den Menschen. Ob vor dem Supermarkt oder an der Ampel, die Betrachter lächeln, wenn sie den Würfel-Wagen sehen. Die einen, weil sie das gewagte Design offensichtlich lächerlich finden und das so direkt zum Ausdruck bringen. Die anderen lachen dagegen aus offener Sympathie. Von vorne betrachtet blickt der kleine Japaner wie ein freundlicher Tamagotchi. Wieder andere erinnert der Cube, gewollt oder ungewollt, an ein Spielzeugauto aus dem Legoland.
Alleinstellungsmerkmal der Kiste auf Rädern ist definitiv sein extravagantes Äußeres. Der Wagen polarisiert. Ein Freund, dem ich den Cube bei einer kurzen Fahrt zeige, kommentiert zynisch: "Wenn Du einen solchen Testwagen bekommst, musst Du wohl in der Tester-Hierarchie ganz weit unten stehen.” Und damit nicht genug: "Der Designer des Wagens musste sich wahrscheinlich nach japanischer Sitte minutenlang durch eine lange Verbeugung für den Wagen entschuldigen.” Viel Spott für einen so niedlichen Wagen. Eine Freundin hat den kleinen Japan-Würfel dagegen in ihr Herz geschlossen. "Einfach süß und endlich mal ganz anders”, lobt sie die Optik.
Bei Nissan hat man den Spaltungseffekt des kubischen Kleinwagens nüchtern einkalkuliert. "Mancherorts ist er schon als Anti-Auto beschrieben worden”, sagt Nissan-Manager Simon Thomas. Der Wagen sei "ein Modell für Nonkonformisten” und für "Autokritische Kreise”.

Komfort

Die Würfelform macht den Cube zu einem Raumwunder. Ein Nachteil ist die asymmetrische Heckklappe, die zwar extravagant aussieht, eine Beladung in engen Parklücken aber unmöglich macht.

Fazit

Ob der Cube hierzulande zum Kult wird, bleibt fraglich. In seiner Nische aber könnte er treue Fans finden.

Bewertung

Charme: +++
Spaßfaktor: ++
Wohlgefühl: ++
Stärken: gute Übersicht, großer Kofferraum
Schwächen: stolzer Preis, hoher Verbrauch

Datenblatt

Hubraum 1598 ccm
Leistung 81 / 110
max. Geschwindigkeit 170 km/h
Beschleunigung 12,4 sek.
Länge/Breite/Höhe 3980 / 1694 / 1670 mm
Radstand 2530 mm
Kofferraum 260 - 410 l
Testverbrauch 7,6 l S
Preis 19.500

(rp)
 
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