| 11.11 Uhr

Stiftung Warentest und ADAC
E-Bikes im Test - mehrere Modelle mangelhaft

E-Bikes im Test - teils gravierende Sicherheitsmängel
E-Bikes im Test - teils gravierende Sicherheitsmängel FOTO: ADAC
Düsseldorf. Die Stiftung Warentest warnt vor teils schwerwiegenden Sicherheitsmängeln an vielen E-Bikes. Fünf Räder fallen in einem aktuellen Test mit "mangelhaft" durch - bemängelt wurden schlechte Bremsen und Materialbrüche.

Das erstplatzierte Modell B8.1 von Flyer sowie das Modell e-Manufaktur 7.9 von Victoria auf Platz zwei überzeugten in allen Testdisziplinen wie Fahren, Antriebssystem/ Motor, Handhabung sowie Sicherheit und Haltbarkeit.

Das preisgünstigste Pedelec City Nexus von Decathlon/Riverside konnte mit den teureren Konkurrenten gut mithalten, ließ sich angenehm fahren und gehört damit zu den Besten. Ebenso mit "gut" bewertet wird das Dover Impulse 8 HS von Raleigh, das Agattu Impulse 8 HS von Kalkhoff, das Vitality Eco 3 von Kreidler und das Amparo 8 M von KTM.

Bei drei Pedelecs kam es zu Materialbrüchen, die zu schweren Stürzen führen können: Beim Modell Traveller E Tour FL von Kettler sowie beim Alu-City-Elektrorad von Aldi (Nord)/Hansa brach die Sattelbefestigung an der Sattelstütze, letztere brach auch beim preisgünstigen Modell Alu-Elektro-Citybike ECU 1603 von Fischer.

So wird aus einem Fahrrad ein E-Bike - in 60 Sekunden FOTO: GeoOrbital

Neben dem E-Courier Forma von Stevens scheiterte auch das Modell Premio E8 F von Pegasus an schlechten Bremsen. Mögliche Materialbrüche und schlechte Bremsen – das waren für die Tester von ADAC und Stiftung Warentest Gründe, die bei einem Pedelec nicht akzeptabel sind und damit zur Note "mangelhaft" führen.

Nicht nur auf die Reichweite der E-Bikes schauen

Die Reichweite der sogenannten Pedelecs lag im Test zwischen 35 bis 100 Kilometern, die Ladezeiten betrugen zwischen drei und fünfeinhalb Stunden. Verbraucher sollten sich laut der Tester allerdings nicht nur an der Reichweite orientieren. So hat das Rad mit der größten Reichweite von 100 Kilometern (Kalkhoff) Probleme bei der Fahrstabilität.

Fahrräder - das sind die beliebtesten Typen in Deutschland FOTO: dpa, rj pzi max wst

Wer ein Pedelec kaufen will, sollte sich über die tatsächliche Nutzung Gedanken machen und beispielsweise prüfen, welche Antriebskonzepte passen oder wie gut sich das Rad für Kindersitze oder Anhänger eignet.

Dabei helfen Testberichte und die Beratung beim Fachhändler, der ADAC empfiehlt zudem, das Rad vorher Probe zu fahren.

Von 2014 auf 2015 ist der Verkauf von Elektrofahrrädern laut Zweirad-Industrie-Verband um 11,5 Prozent gestiegen, damit sind rund 2,5 Millionen von ihnen auf deutschen Straßen unterwegs. 95 Prozent davon sind Pedelecs.

Teures Faltrad Brompton - in 15 Sekunden zusammengelegt FOTO: SP-X

Ein Pedelec (Pedal Electric Cycle) ist ein Fahrrad, das mit Hilfe eines elektrischen Zusatzantriebs den Fahrer während des Tretens auf Wunsch unterstützt. Wie stark die Unterstützung ausfällt, ist frei wählbar, sie verringert sich mit zunehmender Geschwindigkeit und endet bei 25 km/h.

(csr)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

E-Bikes im Test - mehrere Modelle mangelhaft - ADAC und Stiftung Warentest


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.