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Die Vielfältigkeit des Radsports nimmt zu
Radsport in seinen verschiedenen Disziplinen

Fatbikes - die mit den fetten Reifen
Fatbikes - die mit den fetten Reifen FOTO: dpa, pd-f, Felt
Düsseldorf. Die Entwicklung des Radsports geht mit der Entwicklung des Fahrrades Hand in Hand. So wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts das Hochrad entwickelt.

Seine ursprüngliche Nutzung war weniger die eines Nutzgefährtes, als die des Spaßgerätes für den Sport- und Freizeitgebrauch. Rasch entwickelten sich erste Radsportclubs und Radrennen.

Neben dem populären Straßenradrennen - vor allem der hinreichend populären Tour de France - gibt es im Radsport viele weniger bekannte Disziplinen. Fahrrad-Trial bezeichnet beispielsweise Geschicklichkeitsfahren über Hindernisse. Hierbei kommen speziell modifizierte Fahrräder zum Einsatz, sogenannte Trialbikes. Es gibt sogar einen Weltverband: Den BIU. Weitere Sportarten aus dem Sektor Radsport sind unter anderem Radtouristik, Radball, Radpolo und Bahnradsport. Als Variante für das Fitnesstraining hat sich die Trainingsform Spinning, auch Indoor Cycling genannt, entwickelt. Die Entwicklung neuer Varianten im Radsport hält an.

Was ist eigentlich Kunstradfahren?

Beim sogenannten Kunstradfahren geht es darum, auf einer festgelegten Hallenfläche verschiedene Figuren vorzuführen. Man spricht dabei von einer Kür. Das Kunstrad ist ein mit Spezialreifen versehenes, in Handarbeit gefertigtes Personenrad. Es hat keine Gangschaltung, sodass durch die 1:1-Übersetzung schnelles Anfahren und abruptes Bremsen möglich sind. Auch Rückwärtsfahren ist möglich. Die Fahrfläche ist mit glattem Holzboden versehen und ihre Abmessungen betragen bei internationalen Wettbewerben 11 x 14 Meter. Zwei gekennzeichnete Kreise ermöglichen exakte Punktwertungen der vorgeführten Figuren. Eine Kür dauert fünf Minuten. Die Schwierigkeit ist immens hoch und vergleichbar mit Eiskunstlauf.

Doping im professionellen Radsport: Ein anhaltendes Problem

Der professionelle Radsport wird seit Langem von Dopingskandalen überschattet. Im Leistungssport leider weit verbreitet ist die illegale Einnahme von Mitteln zur Leistungssteigerung. Eine moderne Dopingvariante ist beispielsweise Eigenblutdoping, bei der die Hämoglobinkonzentration im Blut erhöht wird. Doping Vorwürfe gegen Radprofis gibt es immer wieder. Ein des Dopings überführter Radprofi wird für viele Monate gesperrt. Siege internationaler Wettbewerbe werden im Nachhinein aberkannt und es kommt auch vor, dass Radprofis wegen Dopingskandalen ihre Karriere beenden. Der Kampf gegen die unfaire Vorteilsnahme ist ein anhaltender Wettstreit zwischen korrupten Ärzten und der Anti-Doping-Agentur.

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