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Vello Bike+
Dieses Falt-E-Bike lädt sich selbst auf

Vello Bike+ - ein E-Bike zum Zusammenfalten
Vello Bike+ - ein E-Bike zum Zusammenfalten FOTO: Vello
Düsseldorf. Das Vello Bike+ ist ein besonders kompaktes und leichtes Klapprad mit E-Antrieb, das dank K.E.R.S.-Technik das Laden der Batterie während der Fahrt erlaubt. Auf Strom aus der Steckdose kann man, zumindest theoretisch, also verzichten. Von Mario Hommen

Ein in Wien beheimatetes Start-up namens Vello sammelt derzeit mit dem ersten selbstladenden elektrisch betriebenen Faltrad der Welt auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter erfolgreich Geld.

Fast eine Viertelmillion Euro haben die Österreicher zusammengetragen, womit die ursprünglich angestrebte Summe von 80.000 Euro bereits verdreifacht wurde. Die Technik des sehr kompakten, sehr leichten und zudem dank Rekuperation selbstladenden Faltrades scheint zu überzeugen.

Selbstladend klingt nach Perpetuum Mobile, doch ganz so hochtrabend ist die Technik dann doch nicht. Das Bike+ verfügt über das in der Autoindustrie schon variantenreich eingesetzte Energierückgewinnungssystem K.E.R.S. (Kinetic Energy Recovery System). Hier wird Bewegungs- und Bremsenergie in elektrischen Strom umgewandelt, der dann, gespeichert in einer Batterie, zum Vortrieb genutzt werden kann.

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Bike+ soll nur elf Kilogramm wiegen

Alles für den elektrischen Antrieb Notwendige wurde in eine Radnabeneinheit im Hinterrad komprimiert. Neben dem 250-Watt-E-Motor stecken hier außerdem die 160-Wh-Batterie sowie die Regelelektronik.

Dieser von der italienischen Firma Zehus entwickelte und vor zwei Jahre zur Serienreife gebrachte Antrieb ist nicht nur besonders kompakt, sondern wiegt mit knapp über drei Kilogramm auch besonders wenig. Während klassische Pedelecs meist über 20 Kilogramm schwer sind, soll das Bike+ in der leichtesten Variante lediglich 11 Kilogramm auf die Waage bringen.

Allerdings sind angesichts der sehr kompakten Technik keine Reichweitenrekorde angesagt. Im sogenannten Turbo-Modus, der maximale Unterstützung bis 25 km/h durch den E-Antrieb gewährleistet, soll das Bike+ Reichweiten von 30 bis 50 Kilometer ermöglichen.

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Für den Einsatz als Klapprad, das vor allem als Ergänzung fürs multimodale Pendeln gedacht ist, ein sicherlich ausreichendes Reichweitenfenster. Wer auf elektrische Unterstützung verzichtet, soll das Fahrrad aber auch ganz normal und dabei deutlich müheloser als herkömmliche Pedelecs fahren können.

Zudem gibt es einen Auflade-Fahrmodus, der laut Vello sogar ein vollständiges Laden der Batterie allein während der Fahrt ermöglichen könnte. Praktisch wird das aber selten der Fall sein, denn eigentlich kann man die Rekuperation nur bei Bergabfahrten sinnvoll nutzen. Im Fahrradalltag wird man dank der K.E.R.S.-Technik letztlich die Batterie des Vello Bike+ seltener ans Ladegerät anschließen müssen, weil auch während der Fahrt geladen wird.

Zu den weiteren Besonderheiten des Bike+ gehören noch kleine im Rahmen integrierte LED-Leuchten, mit denen das Klapprad über eine entsprechend festinstallierte und zugleich sehr dezente Lichtanlage verfügt. Zudem kann man ein Smartphone per Bluetooth mit der Antriebseinheit verbinden und mithilfe einer entsprechenden App dieses als Bordcomputeranzeige nutzen, um sich über Geschwindigkeit oder elektrische Reichweite zu informieren.

Noch bis zum 7. November 2016 kann man auf Kickstarter das Projekt finanziell unterstützen und sich damit ein Bike+ zum Vorzugspreis sichern. 2600 Euro soll zum offiziellen Marktstart im Frühjahr 2017 die Basisversion kosten, auf Kickstarter kann man sich dieses derzeit noch für 1600 Euro reservieren.

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Es gibt auch eine Highend-Variante mit Titanium-Rahmen, Scheibenbremse und Carbon-Riemenantrieb, die derzeit für rund 3000 Euro zu haben ist und später dann fast 4000 Euro kosten soll. 

(SP-X)
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