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IAA 2017
Das sind die neuen SUVs für 2018

IAA 2017 - das sind die SUVs für 2018 von VW, BMW, Kia, Opel, Porsche, Ford & Co
IAA 2017 - das sind die SUVs für 2018 von VW, BMW, Kia, Opel, Porsche, Ford & Co FOTO: dpa, srw zeh
Frankfurt. Der SUV-Boom scheint kein Ende zu nehmen: Kaum ein Hersteller auf der IAA in Frankfurt, der keines der robusten Autos zeigt. Alle Messeneuheiten im Überblick.

Die Autowelt ist im Umbruch. Doch es gibt einen Fels in der Brandung von Dieselskandal und drohenden Fahrverboten: Autos der Gattung SUV.

Besonders augenfällig ist dies auf der diesjährigen Internationale Automobilausstellung in Frankfurt (Publikumstage: 16. bis 24. September), wo sich praktisch kein Hersteller dem anhaltenden Trend der robusten Fahrzeuge verschließt und Neuheiten in allen Klassen nachgereicht werden.

Allein in Deutschland hatten SUV in den ersten sieben Monaten des Jahres 23 Prozent Marktanteil, sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen. Wer ohne SUV Autos baut, ist nicht im Autogeschäft." Dabei sieht der Experte noch Luft nach oben. Denn gegenüber China oder den USA liege der Anteil beim Absatz in Deutschland vergleichsweise niedrig.

VW T-Roc - Kompakt-SUV im Golf-Format FOTO: VW

Kaum verwunderlich also, dass neue Vehikel mit Geländeoptik in vielen Formen und Größen, für dicke, aber auch dünnere Geldbeutel auf der Messe stehen. Bei VW etwa sonnt sich der recht kleine T-Roc im Scheinwerferlicht als Teil einer SUV-Offensive, die 2018 mit dem noch kleineren T-Cross fortgesetzt wird, kündigte VW-Entwicklungsvorstand Frank Welsch an. Der 4,23 Meter lange und 1,60 Meter hohe T-Roc soll bis zu 1290 Liter Gepäck fassen und zu Preisen ab 20.390 Euro noch im November auf den Markt kommen.

VW I.D. Crozz als Zukunftsvision

Wie die SUV-Zukunft aussieht - auch darauf will VW eine Antwort geben und zeigt die elektrische Studie I.D. Crozz, die 2020 mit 225 kW/306 PS auf den Markt kommen und bis zu 500 Kilometer Reichweite ermöglichen soll.

VW I.D. Crozz II - schon fast serienreif FOTO: SP-X/Matthias Knödler

Bei Mercedes schaut man mit dem Vorserienmodell des Wasserstoff-Plug-in-Hybriden GLC F-Cell nach vorn, der für 2018 angekündigt wird.

Im Frühjahr bereits rollte der 4,38 Meter lange Skoda Karoq in die Showrooms, der auch mit Allrad kommen wird. Insgesamt fünf Motoren von 85 kW/115 PS bis 140 kW/190 PS fahren die Tschechen auf. Der stärkste kommt voraussichtlich im Frühjahr, wie auch die günstigste Ausstattungslinie Active. Bevor es so weit ist, starten die Preise bei 24.290 Euro für den kleinsten Motor in der mittleren Ausstattung.

SUV Skoda Karoq - Kompakt-Kraxler als Yeti-Nachfolger FOTO: Skoda

Praktische Ausstattung und viel Platz gehören bei Skoda zur Markenidentität. So lassen sich im Kofferraum bis zu 1630 Liter unterbringen. Wer als Extra ein flexibles Rücksitzsystem ordert, hat maximal 1810 Liter zur Verfügung.

Heerschar an elektronischen Helfern

Am Messestand von Opel präsentiert der neue Chef Michael Lohscheller persönlich den neu entwickelten Grandland X. Der 4,48 Meter lange Grandland X bietet Platz für Fünf, auch eine Heerschar an elektronischen Helfern beherbergt er - etwa automatische Gefahrenbremsung, Müdigkeitswarner sowie der Concierge-Dienst Onstar.

SUV Opel Grandland X kommt zur IAA 2017 FOTO: Opel

Beim Stauvolumen nennt Opel 514 Liter, ein Wert der gegenüber den 615 Litern des Hauptkonkurrenten VW Tiguan allerdings geringer ausfällt. Auf einen Allradantrieb verzichtet Opel und preist dafür aber eine elektronische Traktionskontrolle als Extra an.

Für Vortrieb sorgen ein Benziner mit 96 kW/130 PS und ein Diesel mit 88 kW/120 PS. Ab 23.700 Euro soll der Opel kosten, wenn er im Oktober in den Handel kommt. Lohscheller kündigte - erstmals bei Opel - eine Plug-in-Hybridversion an, aber auch ein neues Dieselflaggschiff.

Traditionell günstig geht es bei der rumänischen Renault-Tochter Dacia zu. Ab Anfang 2018 soll die Zweitauflage des Duster in den Handel kommen. Zwar sind die Preise noch nicht bekannt, aber der Kompakte dürfte wieder zu den günstigsten SUVs im Land zählen.
Alternativ zu Benzinern und Dieseln soll es eine Flüssiggasversion ab Werk geben.

Kleinwagen-SUV am Seat-Stand

Ein äußerlich kleineres Format bedient Ford mit dem neuen Ecosport, der Ende des Jahres auf den Markt kommt. Überarbeitet wurde die Motorpalette, aufgewertet das Interieur. Erstmals in der Baureihe können Kunden Vierradantrieb wählen.

Mini-SUV Ford Ecosport - frisch durch zweites Lifting FOTO: Ford

Eher als Kleinwagen-SUV geht am Seat-Stand auch der neue und vom Ibiza abgeleitete Arona durch, obwohl er die Viermetermarke um 14 Zentimeter übertrifft. Im November geht es zu Preisen ab 15.990 Euro los. Diesel folgen später, Erdgas soll ab Mitte 2018 erhältlich sein.

Seat Arona - das zweite SUV der Spanier FOTO: Seat

Einen Kleinen zeigt mit dem 4,17 Meter langen Kona auch Hyundai. Der Fünftürer bietet bei einem Radstand von 2,60 Meter Platz für fünf Personen und 361 Liter Kofferraum. Als erster Hyundai verfüge er über ein Head-up-Display, so die Koreaner. Die Preise starten bei 17.500 Euro, ungleich teurer wird die elektrische Variante, die Hyundai für Sommer 2018 ankündigt.

Hyundai Kona - neuer Mini-SUV kommt im November FOTO: SP-X/Michael Gebhardt

Mit Preisen ab 15.790 Euro ist das Schwestermodell des Kona, der drei Zentimeter kürzere Kia Stonic, etwas billiger, dafür verzichtet er aber grundsätzlich auf Allradantrieb. Unter die kleinen SUVs fällt auch der C3 Aircross von Citroën. In Frankfurt zeigt er sich erstmals einem Messepublikum und kommt zu vergleichbaren Preisen ab 15.290 Euro im Herbst zu den Händlern.

Kia Stonic - Kompakt-SUV mit flippigem Äußeren FOTO: Kia

"Oligarchenbräute in Berlin fahren diese Riesenkarren"

Bei BMW ist Politikjournalist Hajo Schumacher, bekennender "SUV-Kritiker" wie er sagt, auf der Bühne als Gegenüber von BMW-Chef Harald Krüger engagiert. Er redet von den "ganzen Oligarchenbräuten in Berlin", die doch "diese Riesenkarren" fahren.

Krüger kontert mit Hinweisen auf elektrifizierte und kleine SUVs im Markenportfolio - etwa den in China erhältlichen X1 Plug-in-Hybrid. Und betont die Pläne: Bis 2025 wolle man zwölf reine E-Autos auf den Markt bringen, darunter 2020 einen rein elektrischen X3.

BMW X3 - SUV jetzt auch mit Luxus-Linie FOTO: BMW

Dessen neue konventionelle Version zeigen die Bayern auf der IAA in dritter Generation. Etwa einen Zentner leichter, haben sich Größe und Optik nur leicht verändert. Auf Wunsch gibt es animierte Instrumente, einen Display-Schlüssel und ein neues Touchscreen-Infotainment.

In Sachen Assistenz soll etwa ein automatisierter Spurwechsel möglich sein. Die Preisliste startet bei 44.000 Euro für den Benziner 20i mit 135 kW/184 PS. Auch die Oberklasse will BMW im Segment endlich bedienen: Mit dem 2018 startenden X7, auf den am Stand ein 5,22 Meter langer Luxus-Brocken namens Concept X7 iPerformance mit Plug-in-Antrieb schon mal hinweist.

Nachdem Jaguar mit dem F-Pace bereits in das SUV-Segment eingesteigen ist, weiten die Briten ihr Angebot nun aus und zeigen in Frankfurt den für Anfang 2018 geplanten, 4,40 Meter langen E-Pace, der gegen Autos wie den BMW X3 antreten soll. Das mindestens 34.950 Euro teure Kompakt-SUV wird wahlweise mit Allrad bestückt und ist mit Benzinern und Dieseln zwischen 110 kW/150 PS und 221 kW/300 PS im Programm. Rein elektrisch soll der größere I-Pace ebenfalls noch 2018 kommen.

Jaguars elektrische Zukunft - E-TYpe, I-Pace, Future Type FOTO: Jaguar

Fehlt nur noch Ferrari

Bei Porsche geht es gewohnt dynamisch zu. Der Cayenne orientiere sich stark am 911, heißt es, nachdem die Tücher von der dritte Auflage gefallen sind. Sie speckt dank Leichtbau bis zu 65 Kilo ab und wiegt bestenfalls 1985 Kilo. Erstmals sei das SUV mit Hinterachslenkung zu bekommen, so der Hersteller.

Porsche Cayenne - Premium-SUV und den Geländewagen FOTO: Porsche

Schon das Grundmodell mit 250 kW/340 PS wird bis zu 245 km/h schnell, es kostet ab 74.828 Euro. Ab 91.964 Euro liefert Porsche den Cayenne S aus, den ein V6 mit 324 kW/440 PS bis zu 265 km/h schnell werden lässt. Topmodell wird der Turbo. Wer 138.850 Euro investiert, kann hier im Geländeauto bis zu 286 km/h schnell rasen.

Apropos rasen: Die IAA illustriert zwar eine opulente SUV-Vielfalt, und auch die ehemals reinen Sportwagenhersteller sind längst auf den Zug aufgesprungen. Doch Dudenhöffer hat noch einen Kommentar auf der Zunge: "Ferrari fehlt halt noch. Aber auch das wird vermutlich nicht ewig gelten."

(csr/dpa)
 
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