| 18.14 Uhr

Monza-Studie auf der IAA
Opel träumt wieder von der Oberklasse

Nostalgie in Lack und Chrom: 1977
Nostalgie in Lack und Chrom: 1977 FOTO: Opel
Düsseldorf. Mit dem edlen Cabrio Cascada hat sich Opel wieder im gehobenen Automobilsegment zurückgemeldet. Auf der IAA soll ein zweiter Schritt folgen: Mit dem Monza Concept beschwören die Rüsselsheimer die Erinnerung an die großen Zeiten. Von Holger Holzer

Die Zeiten, in denen sich Opel mit Mercedes und BMW gemessen hat, sind lange vorbei. Die Monza-Studie soll jedoch mehr sein als eine zurückblickende Hommage an das Sportcoupé der 80er-Jahre - und will auch einen Ausblick auf die Zukunft der Marke geben.

Details hält Opel noch geheim. Gezeigt werden lediglich wenige Bilder, auf denen die scharf geschnittene Front des Coupés zu sehen ist.

Auffällig sind die großen Lufteinlässe links und rechts vom Kühlergrill, die durch eine Chromspange direkt mit den Scheinwerfern verbunden zu sein scheinen. Das ganze Auto macht einen geduckten und kraftvollen Eindruck, ohne dabei übertrieben bullig zu wirken – ein klassisches fahraktives Sportcoupé der Mittelklasse.

Elemente des Designs dürften sich in kommenden Opel-Modellen wiederfinden, etwa in der Neuauflage des Insignia, die wohl 2016 erfolgen dürfte. Damit schließt sich ein Kreis, ist der aktuelle Insignia doch nach Vorbild der Coupé-Studie GTC Concept vom Genfer Salon 2007 gestaltet.

Pläne für ein Mittelklasse-Coupé hingegen wollte Opel nicht bestätigen, auch wenn die Genf-Studie und das aktuelle Concept belegen, dass in Rüsselsheim zumindest ein gewisses Interesse an einem derartigen Prestige-Modell besteht.

Eine Serienproduktion des Monza wäre wohl auch ohne größere Probleme möglich, steht mit dem Cadillac ATS doch ein geeignetes Grundmodell zur Verfügung, das zudem anders als alle Opel-Modelle über den besonders fahraktiven Hinterradantrieb verfügt. Berichte der "Auto Bild" zu entsprechenden Überlegungen wollte der Hersteller aber ebenfalls nicht kommentieren.

So bleibt nur das Warten auf die IAA. Erst dort sollen alle Fakten enthüllt sein, unter anderem auch die zum Antrieb. Wahrscheinlich wird das Konzeptauto dort mit Hybridtechnik aufwarten.

Der Original-Monza wurde zwischen 1978 und 1986 gebaut und basierte auf dem oberen Mittelklassemodell Rekord. Für den Antrieb sorgten Vier- und Sechszylinderbenziner mit bis zu 132 kW/180 PS. 

(SP-X)
 
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