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Premieren auf dem Pariser Salon, Teil II
Alle Auto-Neuheiten von N bis Z
Die Neuheiten des Pariser Autosalons 2012 (N bis Z)
Die Neuheiten des Pariser Autosalons 2012 (N bis Z) FOTO: Hersteller
Köln. Wenn am 27. September die größte europäische Automesse in Paris ihre Pforte öffnet, werden vor allem nicht-französischen Hersteller die Nachrichten bestimmen. Auch wenn die Marken Renault, Citroen und Peugeot einiges zu bieten haben, sind es eher deutsche und japanische Produkte, die in den Hallen durch Sportlichkeit und Effizienz überzeugen wollen. Von Fabian Hoberg

Wir stellen Ihnen in unserem zweiten Teil alle Neuheiten des Salons von N bis Z vor.

Nissan: Wie man ohne Emission über Stock und Stein kommt, zeigt Nissan mit seiner Studie Terra Concept. Das 4,16 Meter lange Kompakt-SUV hat unter dem eleganten Kleid eine Brennstoffzelle, die drei Elektromotoren antreibt. Die Reichweite des Allraders mit den beiden Radnabenmotoren an der Hinterachse liegt bei rund 500 Kilometer.

Opel: Die Rüsselsheimer gehen einen eigenen Weg, um Kraftstoff zu sparen. Der neue Kleinstwagen Adam soll nicht nur effizient und geizig sein, sondern auch schick und vor allem ein jüngeres Publikum ansprechen. Daneben stehen noch die verschiedenen Modelle des gelifteten Astras auf den Ständen. Auf das neue Cabrio Cascada müssen sich Fans allerdings bis ins nächste Jahr warten.

Peugeot: Anfang 2013 kommt wahrscheinlich auch das Serienmodell der Peugeot Studie 2008 Concept auf den Markt, ein Mini-SUV-Van, der auf dem Kleinwagen Peugeot 208 basiert. Von dem wird es übrigens eine scharfe GTI-Variante geben. Eher eine Design-Übung ist die spektakuläre Studie Onyx. Der 1,13 Meter flache und 4,65 Meter lange Supersportwagen mit den 20-Zoll-Rädern wird von einem Hybridmotor mit einer 3,7-Liter-V8-Diesel und einer Gesamtleistung von 441 kW/600 PS angetrieben und soll die sportliche Note der Marke betonen. Bald käuflich zu erwerben ist dagegen die überarbeitete Version des Sportcoupes RCZ und das neue kompakte Stufenheckmodell 301.

Porsche: Die Stuttgarter legen beim lange verschmähten Selbstzünder nach. Der Cayenne S Diesel startet im Januar mit 4,2-Liter-Biturbo-V8 mit 281 kW/382 PS. Noch gewaltiger ist das Drehmoment von 850 Newtonmeter, mit Abstand der höchste Wert in der Cayenne-Familie. Dank Allrad kommt die Kraft auch auf die Straße. Alle vier Räder werden jetzt auch beim 911 angetrieben, der als Carrera 4 und Carrera 4 S seine Premiere in Paris feiert. Aufsehen erregen wird aber der neue Panamera Shooting-Brake, eine Kombi-Variante der Luxus-Limousine.

Renault: Der französische Hersteller will auf dem Heimatmarkt mit dem neuen Clio punkten. Als Drei- und Fünftürer und Grandtour genannten Kombi geht die vierte Generation des Kleinwagens im November in den Verkauf, unter anderem mit dynamischem Design und modernster Bordelektronik inklusive Online-Zugang. Die Preise beginnen bei 12.800 Euro, die Einstiegsversion des fünftürigen Kleinwagens wird von dem aus dem Vorgänger bekannten 1,2-Liter-Vierzylinderbenziner mit 55 kW/75 PS angetrieben. Außerdem erhält der Großraumvan Espace ein leichtes Lifting.

Seat: Völlig neu hingegen ist der Seat Leon, die spanische Antwort auf den VW Golf, dessen Plattform sich der Konzernbruder auch teilt. Außerdem steht auf dem Stand der Spanier die Stufenhecklimousine Toledo, der baugleich mit dem Skoda Rapid ist und eher für Käufer in Süd- und Osteuropa gedacht ist. Solide Technik und zeitgemäßes Design zum guten Preis heißt die Devise.

Smart: Bei gerade mal einem Modell im Programm kann der Kleinwagenspezialist nur alle paar Jahre die Premiere eines Serienfahrzeugs auf einer Messe feiern. Die Daimler-Tochter behilft sich daher mit pfiffigen Studien: Diesmal gibt es eine Art Micro-Crossover mit einem in die Motorhaube integrierten Video-Beamer zu sehen. Das Konzeptauto ist dabei mehr als bloße Spielerei, sondern soll bereits einen ersten Ausblick auf das kommende Design der Marke geben.

Suzuki: Eher etwas für den mitteleuropäischen Geschmack ist der Suzuki Concept S-Cross, der in rund zwei Jahren die Nachfolge des SX-4 anstrebt und vorab schon mal die Emotionen wecken soll.

SsangYong: Das versucht ebenfalls der koreanische Hersteller SsangYong mit der Elektro-Studie e-XIV Concept, die dritte Variante der XIV-Reihe. Ob das Konzeptfahrzeug aber jemals den Weg in die Serie finden wird, steht in den Sternen.

Toyota: Auf Bodenhaftung spezialisiert ist Toyota. Der neue Auris soll alles besser machen als der Vorgänger und die Kompaktklasse auch in Deutschland kräftig aufmischen. Die neue Generation wird nicht nur flacher, leichter und sportlicher, sondern auch sparsamer, vor allem mit dem Vollhybridantrieb. Zeitgleich präsentieren die Japaner erstmals einen Auris Combi, den es ebenfalls von Anfang an mit allen Motorvarianten der Limousine geben wird, auch als Vollhybrid. Eine leichte Überarbeitung findet auch beim Van Verso statt und für den Sportwagen GT 86 gibt es Rennsportteile.

Volkswagen: Der Star auf der wichtigsten europäischen Automesse des Jahres ist aber zweifelsohne der VW Golf – zumindest wenn es nach Absatzpotenzial geht. Europas Bestseller geht in die siebte Runde und will seine Spitzenposition mit geringerem Gewicht, nochmals aufgewertetem Innenraum, moderner Bordelektronik und neuen Spritspartechniken halten. Äußerlich ist hingegen Kontinuität angesagt – beim Design bleibt Nummer sieben trotz eines leichten Längenzuwachses dem bekannten Stil treu.

Volvo: Die Schweden würzen ihren seinen kompakten V40 nach. Neben der in Paris erstmals gezeigten R-Design-Variante im besonders sportlichen Stil gibt es den Fünftürer auch im Offroad-Stil zu sehen. Unter dem Beinamen Cross Country wird der mit Unterfahrschutz und robuster Front veredelte Audi A3-Konkurrent Anfang 2013 auf den Markt kommen. In der Topversion mit 2,5-Liter-Turbobenziner gibt es erstmals für die Baureihe einen Allradantrieb.

Bei der letzten Ausstellung vor zwei Jahren gehörten unter anderem VW Passat, BMW X3, Mercedes SLS AMG und Peugeot 508 zu den Highlights. Damals lockten die Hersteller weit über eine Million Besucher in die Hallen.

Quelle: sp-x/sgo
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