| 17.50 Uhr
Neue Limousinen und Kombis in Paris
Große Klappe und viel dahinter
Pariser Salon 2012: Die neue Limousinen und Kombis
Pariser Salon 2012: Die neue Limousinen und Kombis FOTO: dpa, Stefan Weißenborn
Paris . Kompakte Limousinen, zum Kombi aufgerüstete Kleinwagen und Minivans - in diesen Klassen gibt es einige Neuheiten auf dem Pariser Autosalon. Dazu gesellen sich größere Modelle, die zwar schneller, aber nicht unbedingt praktischer sind.

Große Gepäckabteile, dritte Sitzreihen, und das ganze ansehnlich verpackt: Auf dem Pariser Autosalon (Publikumstage: 29. September bis 14. Oktober) zeichnet sich ein Trend zu Einsteigerautos mit hohem Nutzwert und gefälligem Design ab. Selbst der Dacia Logan - ein Modell, dem sein günstiger Preis bislang deutlich anzusehen war - ist nun selbstbewusster gezeichnet. Neben kompakten Limousinen wie dem Dacia finden sich in den Messehallen an der Seine auch eine ganze Reihe neuer Kombis und Großraumlimousinen.

550 Liter - auf dieses üppige Kofferraumvolumen ist man bei Skoda ziemlich stolz. Denn damit erreiche das nur 4,48 Meter lange Auto den besten Wert unter den Kompaktlimousinen, sagt Nikolaus Reichert, Leiter der Skoda-Unternehmenskommunikation. Kurz nach der Messe kommt der Rapid am 20. Oktober zum Einstiegspreis von 13.990 Euro auf den Markt. Das Basismodell ist mit einem 1,2 Liter großen und 55 kW/75 PS starken Benziner bestückt.

Gegenüber am Stand von Seat funkelt der Toledo im Rampenlicht. Die eng mit dem Rapid verwandte spanische Variante kommt erst im Frühjahr 2013 zu den Händlern und wird voraussichtlich etwas teurer sein.

Neuer Dacia Logan

Weit günstiger dürfte - nach der bisherigen Preispolitik des Herstellers zu urteilen - der neue Dacia Logan werden. Doch noch hüllt sich die rumänische Renault-Tochter darüber in Schweigen. Das Stufenheck mit neuem, markanteren Markengesicht, aufgefrischtem Interieur und einem Stauvolumen von immerhin 510 Litern feiert in Paris Premiere, die Markteinführung soll zum Jahreswechsel erfolgen. Unter der Haube arbeiten wahlweise zwei Benziner und ein 1,5-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen. Außerdem wird es eine Autogasversion geben.

In ihrer Silhouette recht ähnlich sind der überarbeitete Minivan Toyota Verso und Renaults neuer Clio in der Kombi-Version Grandtour geraten. Beim Verso hat Toyota vor allem äußerlich gefeilt, aber auch den 2,0-Liter-Diesel mit 95 kW/129 PS optimiert. Dieser stößt jetzt den Angaben nach weniger als 130 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Der Clio Grandtour dagegen ist ein komplett neuer Ableger des jüngst in vierter Auflage gelaunchten französischen Kleinwagens. Gegenüber dem Schrägheck ist der Kombi 20 Zentimeter länger. Sein Kofferraum fasst mit 430 Litern 130 Liter mehr, bei umgelegter Rückbank wächst das Ladevolumen auf über 1000 Liter.

Eine Nummer größer ist Kias Neuauflage des Kompaktvans Carens mit dynamischerem Design und leicht verringerter Fahrzeughöhe. Die 4,53 Meter lange Großraumlimousine kann mit einer dritten Sitzreihe bestückt werden und tritt damit in Konkurrenz zu anderen Siebensitzern. Die Markteinführung ist für 2013 geplant. An Motoren werden je zwei Benziner und Diesel mit Direkteinspritzung verfügbar sein.

Mazda zeigt neuen Mittelklasse-Kombi

Einen neuen Mittelklasse-Kombi bekommen Besucher des Pariser Salons am Mazda-Stand zu sehen: Erstmals zeigen die Japaner dort den neuen Mazda6 mit erweitertem Gepäckabteil. Im Februar soll der Kombi zeitgleich mit dem Stufenheck in den Handel kommen. Bemerkenswert ist, dass der Mazda6 in der 4,81 Meter langen Kombi-Version knapp 7 Zentimeter kürzer ausfällt als die Limousine. Der 522 Liter fassende Kofferraum lässt sich den Herstellerangaben durch Umlegen der Rückbank auf 1663 Liter erweitern. An Motoren gibt es wie für die Limousine einen Diesel und zwei Benziner in insgesamt fünf Leistungsstufen mit bis zu 141 kW/192 PS.

Ford präsentiert in der Mittelklasse den neuen Mondeo. Das Topmodell der Kölner wird allerdings erst in rund einem Jahr als Stufenheck, Fließheck und als Kombi Turnier durchstarten. 2014 soll es erstmals auch eine Hybridversion als Alternative zu den drei vorgesehenen 1,0, 1,6 und 2,0 Liter großen Turbobenzinern und den beiden Turbo-Dieseln mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum. USA-Reisenden könnte der Mondeo übrigens bekannt vorkommen: Dort ist er mit leicht modifiziertem Design als Ford Fusion bereits auf den Straßen.

Typisch amerikanisch

Wer auf typisch amerikanische Autos steht, sollte einen Blick auf den Cadillac ATS werfen, den das US-Unternehmen noch im Oktober auch auf den europäischen Markt bringen will. Die 4,64 Meter lange Mittelklasselimousine ist schnörkellos und kantig gezeichnet - und für Cadillac-Verhältnisse fast schon etwas klein geraten. Zu haben ist der ATS ausschließlich mit einem 2,0 Liter großen Turbobenziner mit vier Zylindern, der 203 kW/276 PS leistet und wahlweise mit Automatik und Allrad kombiniert werden kann.

Insbesondere Fahrenthusiasten wolle man mit dem ATS begeistern, sagt Cadillac-Manager Wolfgang Schubert. Das US-Car fährt bis zu 240 km/h schnell - an anderer Stelle gilt es aber Abstriche zu machen: Bei 381 Liter Kofferraumvolumen und einem Durchschnittsverbrauch von über 8 Litern (CO2-Ausstoß: mehr als 190 g/km) stehen die kleineren Limousinen in Paris weit besser da.

Quelle: dpa-tmn
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