| 12.06 Uhr

Highlights der LA Auto Show 2017
Spaßige Automesse unter der Sonne Kaliforniens

LA Auto Show 2017 - kalifornischer Hedonismus
LA Auto Show 2017 - kalifornischer Hedonismus FOTO: Daimler
Los Angeles. Die LA Auto Show zählt sicher nicht zu den wichtigsten Messen im internationalen Ausstellungskalender. Dafür aber zu den spaßigsten. Von Holger Holzer

Unter der Sonne Kaliforniens feiern nur selten wichtige Volumenmodelle ihre Premiere. Stattdessen hat sich die jährliche Auto Show in Los Angeles zum Laufsteg für Luxus- und Ökoautos entwickelt.

Kein Wunder, sitzt doch ein großer Teil der US-Kundschaft von Tesla, Mercedes und Co. in und rund um die Pazifik-Metropole. Auch in diesem Jahr (1. bis 10. Dezember) feiert wieder viel Edles Premiere. Hier die Highlights aus europäischer Sicht.

Mercedes hat LA als Debüt-Bühne für die Neuauflage des CLS auserkoren. Das viertürige Coupé basiert auf der im vergangenen Jahr präsentierten E-Klasse-Limousine der fünften Generation und soll vor allem Kunden ansprechen, denen der Business-Gleiter zu sehr nach Taxi aussieht.

Mercedes CLS - im Tarnkleid in San Francisco unterwegs FOTO: Daimler

Für Distinktionsgewinne sorgen neben dem Längenplus, dem schnittigeren Design und der aggressiven Haifischnasen-Front vor allem die Beschränkung auf starke Motoren und der Preis. Der steigt beim Basismodell um rund 5000 Euro auf mindestens 60.000 Euro. Nach Deutschland kommt der Viertürer im März 2018.

Infiniti zeigt Mitteklasse-SUV QX50 

Auch wenn schicke Limousine in LA immer ziehen, boomt natürlich wie überall das SUV. Infiniti will daran mit dem neuen QX50 partizipieren. Die Mittelklassebaureihe firmierte früher unter der Bezeichnung EX und wusste vor allem mit dem damals ungewohnt sportlichen Crossover-Styling zu gefallen.

Weil das mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist, hat die edle Nissan-Tochter technisch stark aufgerüstet: Im QX50 feiert ein Ottomotor mit vollvariabler Ventilsteuerung Weltpremiere, der bei Schadstoffausstoß und Verbrauch neue Maßstäbe für Vierzylindermotoren setzen will. Ab dem kommenden Jahr soll er auch in Deutschland als Alternative zum Dieselmotor starten.

Schon länger auf sparsame Vierzylinder setzt Volvo. Bei den Schweden, die die IAA im Herbst geschwänzt hatten, feiert das neue Kompakt-SUV XC40 Messepremiere.

Volvo XC40 - Premium-SUV tritt gegen Audi Q3 an FOTO: Volvo

Der edle gestaltete Allrader trägt äußerlich den gleichen skandinavisch-edlen Zwirn wie seine großen Brüder XC60 und XC90, basiert aber auf der neuen Kompaktarchitektur der Marke, auf der künftig sowohl die Limousine V40 als auch Modelle des chinesischen Volvo-Eigentümers Geely stehen werden. In Deutschland startet das kleinste SUV der Marke im Frühjahr zu Preisen ab 31.350 Euro.

Bei Jeep geht's ins Gelände

Wo Infiniti und Volvo vor allem die gut asphaltierte Straße im Blick haben, geht es bei Jeep ins Gelände. Die Fiat-Tochter stellt in LA die Neuauflage des Geländewagen-Klassikers Wrangler vor. Optisch kaum verändert soll der robuste Allrad-Kasten nun mit mehr Assistenten und mehr Varianten punkten. Auch ein Pick-up könnte kommen. Gleiches gilt für einen Hybridantrieb – im umweltbewussten Kalifornien auch ein nicht zu vernachlässigendes Kaufargument.

Auf die Öko-Attitüde vor Ort dürfte auch BMW gesetzt haben, als man entschied, die Roadster-Version des Hybrid-Sportwagens i8 auf der Winter-Messe auszustellen. Der flache Bayer sieht mit seiner zerklüfteten Karosserie auch offen ähnlich futuristisch aus wie das Coupé und erhält den gleichen Antriebsstrang.

Fotos und Infos: Auto-Neuheiten & Sondermodelle FOTO: dpa, loe sir

Allerdings wohl schon in der aktualisierten Variante mit rund 400 PS und größerer Reichweite. Im Gegensatz zur geschlossenen Variante wird der Spyder ein reiner Zweisitzer; die Sitznischen im Fond werden dem Verdeckkasten geopfert. In Deutschland startet der i8 im Frühjahr, der Preis wird wohl um die 150.000 Euro liegen.

Tesla bringt den neuen Roadster mit

Allerdings dürfte ein anderer Elektro-Sportler dem BMW in Los Angeles die Schau stehlen. Denn Tesla wird wohl seinen gerade erst überraschend vorgestellten Roadster 2.0 auf die Messe mitbringen.

Tesla zeigt neuen Roadster für 200.000 Dollar FOTO: rtr, MB/

Der allein mit Strom angetriebene Targa protzt in jeder Hinsicht mit Zahlen: Tesla gibt für die Höchstgeschwindigkeit eine atemberaubende Marke von 400 km/h an, zudem soll die Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 zwei Sekunden dauern.

Das riesige 200-kWh-Batteriepaket erlaubt nach Unternehmensangaben einen Radius von 1000 Kilometern. Nur ein Preis ist noch nicht bekannt, dürfte aber auch sechsstellig ausfallen. Allerdings wird es noch mindestens Jahre dauern, bis der Allrader auf die Straße rollt. 

(csr/SP-X)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Highlights der LA Auto Show 2017: Spaßige Automesse unter der Sonne Kaliforniens


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.