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Alte Schule und viel Nostalgie
Mofa - schnelles Fahrrad mit Motorkraft

Das ist die neue Indian Scout
Das ist die neue Indian Scout FOTO: Indian
Düsseldorf. Man hörte sie schon von Weitem: Ein Mofa kam selten allein und wenn, dann immer noch ohrenbetäubend.

Trotz geringer Geschwindigkeit waren die robusten und günstigen Zweiräder beliebt und nachgefragt - bis Motorroller und Auto lockten. Heutzutage fristet das Mofa ein Liebhaber-Dasein unter den stolzen Fahrern von damals.

Das Mofa ist längst kein populäres Fortbewegungsmittel für Halbstarke mehr. Seine erfolgreichste Zeit erlebte das höchstens 25 Stundenkilometer schnelle Zweirad in den 1960er Jahren. Zahlreiche Hersteller boten ihre Modelle feil und sorgten vor allem bei Heranwachsenden für allerlei Kräftemessen. Durch die Etablierung der schnelleren Motorroller und die Möglichkeit, bereits mit 17 Jahren die Führerscheinprüfung abzulegen, hat das Mofa heutzutage stark an Attraktivität verloren. Vor allem Liebhaber älterer Varianten sorgen aber für das Fortleben des Mofa-Kults. Legendäre Modelle der Marken Kreidler, Hercules oder Zündapp sind zudem auch passionierten Autofahrern ein Begriff.

Gefährliche Reize: Der Mofa-Kult in alter Zeit

Seine Reize entfaltet das Mofa selbstverständlich immer noch - wenn auch der Kreis aktiver Fahrer deutlich geschrumpft ist. Diese müssen allerdings hohen Hürden erklimmen, um eine Fahrerlaubnis zu erhalten. Ohne offizielle Prüfung bleibt die Pappe verwehrt. Das war früher anders: Ohne die sogenannte Prüfbescheinigung war lediglich das Alter von 15 Jahren und ein originales Versicherungskennzeichen von Nöten, um sofort durchstarten zu können. Und das unter gefährlichen Umständen, schließlich gehörte das Do-it-yourself-Tuning zum guten Ton. Aus den regulären 25 Stundenkilometern wurden so rasch bis zu hundert.

Mofa und Moped: Zwei Zweiräder, eine Technik

Bis in die heutige Zeit wird das alte Mofa oftmals mit dem Moped verwechselt. Dabei existiert tatsächlich ein verbindendes Merkmal zwischen beiden. Ein Moped ist im Grunde eine frühe Entwicklungsstufe des Motorrollers. Der Name steht übrigens für "Motor und Pedale", kurz: Moped. Immerhin ist es mit einem serienmäßigen Hubraum von 50 Kubikzentimetern ausgestattet, was wiederum für eine Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern sorgt. Interessant hierbei: Fast alle aktuell ausgelieferten Mofas sind auf 25 Stundenkilometer gedrosselte Moped-Versionen, daher auch die oft vorkommende Gleichsetzung im Sprachgebrauch.

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