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Kehrtwende des Konzerns
Auch VW setzt auf Billigauto

Der VW Up!
Der VW Up! FOTO: AP
Frankfurt/Main (RPO). Kehrtwende bei VW: Nun ist der deutsche Volkswagen-Konzern doch von der Idee der Billigautos angetan und plant laut einem Zeitungsbericht einen Großangriff auf dem Automarkt. Eine Sparversion des Kleinstwagens Up soll maximal 6000 Dollar kosten. 

Insgesamt will Europas größter Autobauer in den kommenden Jahren zwei Modelle für weniger als 10.000 Euro anbieten. Das erklärte ein Sprecher gegenüber der "Frankfurter Rundschau".

Sie sind vor allem für den Verkauf in Schwellenländern geplant. In Indien hat der Tata-Konzern gerade das Billigauto Nano für rund 1700 Euro angekündigt. Der von VW geplante Polo IM, eine abgespeckte Version des Originals, wird voraussichtlich Ende 2009 auf den Markt kommen.

Das Fahrzeug soll nach Angaben des Konzernsprechers im geplanten Werk im indischen Pune gebaut werden, das dann fertig sein dürfte. Als anfängliche Kapazität sind rund 110.000 Fahrzeuge im Jahr geplant. Der Preis für das Auto mit Stufenheck stehe dem Bericht zufolge noch nicht fest. Er soll aber deutlich unter 10.000 Euro liegen.

Darüber hinaus arbeiten die VW-Ingenieure an einer Sparversion des geplanten Kleinwagens Up, schreibt das Blatt. Dieser soll etwa 2010 herauskommen und werde 3,5 Liter Sprit verbrauchen, also nochmals deutlich weniger als der Nano von Tata mit geplanten knapp fünf Liter je 100 Kilometer.

Die günstige Up-Variante soll dabei zwischen 5000 und 6000 Dollar kosten. Dieses Fahrzeug wird dem Bericht zufolge der Kosten wegen in Schwellenländern gefertigt werden. Denkbar sei dies laut VW im russischen Werk in Kaluga.

Auch Toyota plant nach Angaben der Zeitung ein relativ günstiges Auto für Schwellenländer. Details seien aber noch nicht bekannt.

(afp2)
 
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