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Oster-Benzinpreise
Brüderle droht Ölkonzernen mit Konsequenzen

Oster-Benzinpreise: Brüderle droht Ölkonzernen mit Konsequenzen
Laut Rainer Brüderle darf die Politik keinen Präzedenzfall schaffen. FOTO: ddp, ddp
Berlin (RPO). Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle droht den Ölkonzernen mit Konsequenzen aus den höheren Benzinpreisen. Vor Feiertagen wie Ostern sei regelmäßig zu beobachten, wie die Preise anziehen, ohne dass das Öl teurer würde, so der Minister. Derzeit prüft das Kartellamt den Verdacht auf Preisabsprachen.

Regelmäßig dasselbe Bild an den Zapfsäulen der Republik: Kurz vor Ostern klettern die Preise für Benzin und Diesel – obwohl sich an fundamentalen Daten wie dem Ölpreis nichts ändert. Den Verdacht der Preisabsprachen unter den Mineralölkonzernen, den viele Bürger schon lange hegen, geht inzwischen auch das Bundeskartellamt nach.

"Ob das mit rechten Dingen zugeht, untersucht ja gerade das Kartellamt. Es ist sicher richtig und notwendig, dass den Konzernen da noch genauer auf die Finger geguckt wird", sagte der Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) gegenüber der "Bild"-Zeitung. Derzeit fällt der Preisanstieg besonders augenfällig mit Ostern zusammen: Ein Barrel Rohöl der Sorte WTI ist in den vergangenen Tagen sogar leicht gefallen. Dem Bericht zufolge kostete Rohöl fast das Doppelte als die Benzinpreise zuletzt so hoch waren wie derzeit.

Auch Verkehrsminister Peter Raumsauer kritisierte die Preispolitik in der Zeitung: "Es ist unerträglich, dass die Ölkonzerne pünktlich zum Hauptreiseverkehr regelmäßig an der Preisschraube drehen.". Laut "Bild" kostet Benzin derzeit im Schnitt 1,43 Euro, Diesel 1,21 Euro. Der ADAC klagt seit Wochen über die Spritpreise und wirft den Tankstellen "Preiswucher" vor.

(AFP/sdr)
 
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