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Diesel-Skandal
VW-Präsidium berät über Winterkorns Zukunft

Dieselgate: VW-Präsidium berät über Martin Winterkorns Zukunft
VW-Chef Martin Winterkorns (r.) Zukunft bei Volkswagen wird heute im VW-Präsidium beraten. Als möglicher Nachfolger wird Porsche-Chef Matthias Müller gehandelt. FOTO: dpa, jst tmk lof
Wolfsburg . Am Tag nach der Entschuldigung von VW-Chef Winterkorn schlägt in Wolfsburg die Stunde des Präsidiums. Die Fünferrunde muss schnell einen Weg aus der Krise weisen, um den weiteren Absturz der Aktie zu verhindern. Dabei geht es auch um die Zukunft des Vorstandschefs.

Das fünfköpfige Aufsichtsratspräsidium von Europas größtem Autobauer Volkswagen berät in Wolfsburg bei einer Krisensitzung über Konsequenzen aus dem Diesel-Skandal.

Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochmorgen aus Teilnehmerkreisen. Der genaue Ort der Zusammenkunft blieb zunächst geheim. Nach dpa-Informationen findet das Treffen auf dem Werksgelände statt.

An der Sitzung nehmen der Interimsvorsitzende des Präsidiums, Berthold Huber, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Großaktionärs-Vertreter Wolfgang Porsche sowie Betriebsratschef Bernd Osterloh und dessen Stellvertreter Stephan Wolf teil.

Die großen Skandale der Auto-Industrie

Martin Winterkorn hat sich öffentlich entschuldigt

Im Mittelpunkt stehen personelle Konsequenzen aus der Affäre um manipulierte Messungen beim Schadstoffausstoß von Dieselmotoren. Dabei geht es auch um die berufliche Zukunft von VW-Chef Martin Winterkorn.

Dieser steht infolge des Skandals, der nach Konzernangaben elf Millionen Fahrzeuge betrifft, massiv unter Druck. Die für diesen Freitag geplante vorzeitige Vertragsverlängerung für den bestbezahlten Dax-Manager ist nach wie vor ungewiss.

Das ist Martin Winterkorn FOTO: dpa, ude arc lof

Am Dienstag hatte sich Winterkorn für die Manipulationen entschuldigt und eine umfassende Aufklärung angekündigt. Dabei hatte er aber auch deutlich gemacht, dass er seinen Posten nicht aufgeben möchte.

Unterdessen setzte sich am Mittwochmorgen an der Frankfurter Börse der Abwärtstrend der vergangenen Tage ungebremst fort. Die VW-Vorzugsaktien gaben um knapp fünf Prozent nach. Der Kurs der Titel hatte am Montag und Dienstag bereits rund ein Drittel eingebüßt.

(dpa)
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