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Prämie für Kauf von Elektro-Autos
1,2 Milliarden Euro wären anderswo besser eingesetzt

2013/14: Diese Elektroautos gibt es
2013/14: Diese Elektroautos gibt es FOTO: BMW
Meinung | Düsseldorf. Für reine E-Autos soll es Zuschüsse von 4000 Euro geben, für Hybride mit ergänzendem Verbrennungsmotor 3000 Euro. Dennoch gibt es Gründe, sich gegen ein Elektro-Auto zu entscheiden – zum Beispiel die Akkus, die noch immer zu schwach, zu schwer, zu kurzlebig und zu unpraktisch sind. Von Thomas Reisener

Die 1,2 Milliarden Euro, die jetzt in Prämien für den Kauf von Elektro-Autos fließen sollen, sind schlecht investiert. Es spricht ja nichts dagegen, ökologisch wünschenswerte Technologien zu fördern. Aber bitte nur am Anfang, wenn diese Technologien noch neu sind und es deshalb noch keine Nachfrage geben kann. Danach müssen sie sich aus eigener Kraft bewähren. Sonst fördert der Staat anstelle von Fortschritt nur die Abhängigkeit von Subventionen.

Elektroautos gibt es seit über 100 Jahren – seit 20 Jahren werden sie in Großserie produziert. Trotzdem akzeptieren die Käufer sie noch immer nicht. Das hat vor allem technische Gründe. Zum Beispiel sind die Akkus noch immer zu schwach, zu schwer, zu kurzlebig und zu unpraktisch. Was soll eine Prämie von 4000 Euro pro Auto denn daran ändern? Elektro-Autos werden ohnehin nicht von Sparfüchsen gekauft. Dafür sind sie unter dem Strich viel zu teuer. Billiger ist bislang nur ihr "Sprit".

Elektro-Auto-Fans sind Idealisten. Meist betucht und gebildet. Sie wollen Zeichen setzen. Aber nicht sparen. Die Prämie wird vor allem Mitnahme-Effekte provozieren. Schade. Anderswo ließe sich mit den 1,2 Milliarden Euro mehr für die Umwelt erreichen.

Quelle: RP
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