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Jenseits von Audi, Mercedes, VW und Co.
Die etwas andere Limousine

Spannende Limousinen jenseits von Audi, VW, Mercedes & Co.
Spannende Limousinen jenseits von Audi, VW, Mercedes & Co. FOTO: Hersteller
Düsseldorf.  Die Fahrt mit einer Limousine zählt zu den elegantesten Arten, mit dem Auto zu reisen. Auch wer abseits der deutschen Platzhirsche schaut, findet zahlreiche interessante Angebote.

Stufenhecklimousinen von Audi, Mercedes, VW und Co. sieht man an jeder Ecke. Die deutschen Hersteller haben in der Mittelklasse einen Marktanteil von rund 80 Prozent.

Wer keinen typischen Dienstwagen fahren will, aber trotzdem auf Fahrkomfort und eleganten Auftritt Wert legt, muss sich bei Importmarken umsehen. Und findet bei Premium- und Volumenherstellern ein buntes Angebot – von sportlich bis sparsam.

  • Der Komfortable – Renault Talisman

Genfer Autosalon 2017: Die zehn wichtigsten Modelle FOTO: Renault

Der Nachfolger des Renault Laguna ragt mit seinen 4,85 Metern Länge schon in die Business-Klasse. Auch bei Anmutung und Ausstattung strebt der Franzose nach Höherem: Schon das Einstiegsmodell wartet mit Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Navigationssystem und Tempomat auf.

Mit dem 110-PS-Diesel unter der Haube startet der Talisman bei knapp unter 28.000 Euro. Wer mehr Geld in die Hand nimmt, kann den Viertürer zur Wohlfühloase ausbauen – mit Massagesitzen, Ambiente-Licht und Adaptivfahrwerk.

Als Technik-Schmankerl hat der Talisman eine Allradlenkung im Programm, die ihn im Stadtverkehr handlich und auf der Autobahn spurtreu macht.  

  • Die Sportliche – Alfa Romeo Giulia

Endlich wieder ein Alfa, der der Markentradition gerecht wird: Die Giulia paart rassiges Design mit dynamischem Hinterradantrieb und starken Motoren. Top-Triebwerk ist ein V6-Biturbo mit 375 kW/510 PS, darunter gibt es eine umfangreiche Auswahl an Vierzylinder-Benzinern und -Dieseln, die teils auch mit Allradantrieb kombinierbar sind.

Beim Fahrverhalten orientiert sich die italo-amerikanische Limousine selbstbewusst an den klassenbesten Sportlern BMW 3er und Jaguar XE. Das gilt allerdings auch für den Preis: Schon das recht zurückhaltend motorisierte Einstiegsmodell (Diesel, 100 kW/136 PS) kostet mindestens 33.100 Euro.

  • Der Herausforderer – Cadillac ATS

SUVs 2017 - die wichtigsten Neuheiten FOTO: Hersteller

Lange Zeit wurde die traditionsreiche US-Edelmarke hierzulande eher belächelt. Seit einigen Jahren hat die GM-Tochter aber gegenüber der Konkurrenz aus Europa aufgeholt. Sichtbar ist das auch am 2012 eingeführten Mittelklassemodell ATS.

Mit seinen scharfen Karosseriefalzen und den vertikalen Scheinwerfern sticht er optisch heraus, mit modernen Motoren und dynamischem Fahrwerk muss er sich gleichzeitig vor Audi, BMW und Co. nicht verstecken.

Ein Problem ist hierzulande (noch) der fehlende Dieselmotor. Auch einen Hybrid gibt es nicht. Und der als Sparvariante und Alternative zum V6 angebotene 2,0-Liter-Turbo (203 kW/276 PS) ist in der Praxis alles andere als genügsam. Die Preise starten bei 36.900 Euro.

  • Der Extrovertierte - Lexus IS

Lexus hat sich in den letzten Jahre vom Luxusanbieter für den gesetzteren Herren zu einer fast schon jugendlichen Marke gewandelt. Zeugnis davon legt vor allem die Mittelklasselimousine IS ab, die mit ihrem groß dimensionierten Kühlergrill und aggressiver Linienführung zu den auffälligsten Autos im Segment zählt.

Genfer Autosalon 2017 - das sind die Neuheiten der Automesse FOTO: dpa, loe

Auch wenn das Platzangebot innen vergleichsweise beschränkt ist, weißt der Lexus mit umfangreicher Ausstattung und bester Verarbeitung für Wohlbefinden bei seinen Insassen zu sorgen.

Und im Gegensatz zu den meisten anderen Exoten hat er durchaus eine Alternative zu den relativ durstigen Ottomotoren zu bieten: Einen Hybridantrieb aus Vierzylinderbenziner und E-Motor mit 164 kW/223 PS und einem Normverbrauch von 4,2 Litern. Die Preisliste startet bei 38.500 Euro.

  • Der Sparsame – Mazda6 Limousine

Den Großteil seines Absatzes macht Mazda in der Mittelklasse mit dem 6er-Kombi. Das schickere Auto ist aber die Limousine. Auf fast 4,90 Metern Länge spannt sich ein sehniges und kraftvoll geschwungenes Blechkleid, das über einen dynamischen Dachschwung in einem knackigen Heck endet.

Kein Vergleich mehr mit dem biederen Vorgänger. Der Mazda6 wendet sich aber nicht nur an die Sinne, sondern auch an den Verstand. Die 110 kW/150 PS starke Diesel-Version war bei der Markteinführung das erste Mittelklassemodell mit einem Normverbrauch unter vier Litern.

Mittlerweile haben einige Wettbewerber nachgezogen, doch der Japaner zählt immer noch zu den wenigen Modellen, die den Normwert auch in der Praxis einigermaßen erreichen. Auch wegen dem speziellen Technik-Ansatz mit niedriger Verdichtung.

Das spart nicht nur Sprit, sondern senkt auch den NOx-Ausstoß, so dass der Mazda6 anders als der überwiegende Teil des Wettbewerbs ohne teuren und wartungsintensiven SCR-Speicherkat auskommt. Die Preise für den Spardiesel starten bei 29.390 Euro, den Einstiegsbenziner (107 kW/145 PS) gibt es ab 25.890 Euro.

(SP-X)
 
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