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Für langweilige Autofahrten
Ein Mini-Roboter als Beifahrer

Mini-Roboter "Kirobo" als Beifahrer fürs Auto
Mini-Roboter "Kirobo" als Beifahrer fürs Auto FOTO: Toyota
Toyota City/Japan. Manch ein Autofahrer ist ganz froh, wenn auf längerer Fahrt keiner dazwischen quatscht. Für alle, die auf Kommentare von der Beifahrerseite nicht verzichten können, gibt's jetzt was von Toyota: einen Mini-Roboter als Begleiter auf langweiligen Autofahrten. Von Hanne Schweitzer

Die Japaner sind bekannt für ihre technikverliebten Ideen. Aus dem Heimatland des Tamagotchi kommt auch ein Mini-Roboter, der auf einsamen Autofahrten für Abwechslung sorgen soll: Autobauer Toyota bringt 2017 "Kirobo Mini" auf den Markt.

Dank eingebauter Kamera kann der niedliche Technik-Zwerg zum Beispiel auf Gesichtsausdrücke des Fahrers reagieren und dank Bluetooth-Verbindung zum Smartphone einfache Gespräche führen.

Gadgets - diese Technik-Neuheiten will man haben FOTO: dpa, neb sir

"Nimm mich mit!"

Auf Basis von Informationen, die der Mini-Roboter über Konnektivitätsfunktionen aus dem Auto oder Haus des Fahrer bekommt, kann er beispielsweise ableiten: "Das war eine lange Fahrt, gut gemacht!" oder "Willkommen zu Hause, auf Dich wartet ein warmes Bad."

Der niedliche, im Sitzen nur rund zehn Zentimeter hohe Wichtel beherrscht aber auch die typischen Tugenden eines Beifahrers: Erkennt er ein scharfes Bremsmanöver, quäkt er: "Ohoh, jetzt hatte ich aber Angst." Und wird das Auto abgestellt und die Tür geöffnet, jammert er: "Nimm mich mit!" Mehr oder weniger passende Gesten beherrscht der Winzling natürlich auch.

Bislang spricht "Kirobo" nur japanisch

Die Reisebegleitung ist allerdings nicht gerade zum Schnäppchenpreis zu haben: Umgerechnet rund 350 Euro (39.800 Yen) kostet Kirobo Mini in der Anschaffung, plus etwa 2,60 Euro monatlich für die dazugehörige Smartphone-App.

Skurrile Gadgets bei der IFA 2016 FOTO: dpa, neb sir

Wer jetzt den Finger schon auf dem Bestellknopf hat, sollte ein Wörterbuch mitordern: Derzeit spricht der Mini-Roboter nur japanisch. Sein großer Bruder war übrigens schon im All: 2013 leistete er an Bord der Raumstation ISS einem japanischen Astronauten Gesellschaft.

(SP-X)
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