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Notrufsystem
eCall jetzt Pflicht, aber kein Standard

eCall im Auto - wie der Notrufassistent funktioniert
eCall im Auto - wie der Notrufassistent funktioniert
Düsseldorf. Der Notrufassistent eCall wird ab Ende März Pflicht. Allerdings nicht in jedem Neuwagen. Und bis das System flächendeckend in allen Fahrzeugen verfügbar ist, wird noch viel Zeit vergehen.

eCall wird zur Pflichtausstattung für neue Pkw-Modelle. Der Notruf-Assistent muss ab dem 31. März europaweit in allen neu typgenehmigten Fahrzeugen an Bord sein.

Das System erkennt, wenn das Auto in einen Unfall verwickelt ist und alarmiert automatisch die 112. Zusätzlich zur Kollisionsmeldung werden Positionsdaten übermittelt, außerdem wird eine Sprechverbindung zur Notrufleitstelle aufgebaut. 2500 Menschenleben könnten jedes Jahr durch den Einsatz solcher Notruf-Systeme gerettet werden, hofft die EU-Kommission.

Die eCall-Pflicht gilt nicht für alle Neuwagen, sondern für neue Pkw-Typen, die ab Ende März eine europäische Typgenehmigung erhalten. Diese kann bei einem Wechsel der Modellgeneration nötig sein, in der Regel wird jedoch ein Zertifikat für zwei Generationen genutzt, was die Verbreitung des Assistenten verlangsamen dürfte.

Assistenzsysteme im Auto - was sie leisten FOTO: dpa, bac

Der Versicherungsverband GDV rechnet erst für 2035 mit einer flächendeckenden Ausstattung. Wer ein Auto ohne eCall an Bord fährt, kann das System nachrüsten. Versicherungen, Automobilclubs, Werkstattketten und andere Unternehmen bieten Stecker für den Zigarettenanzünder oder die OBD-Schnittstelle an. 

(csr/SP-X)
 
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