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Die Außergewöhnlichsten Kühlerfiguren
Welche gehört zu wem?

Die außergewöhnlichsten Kühlerfiguren von Pebble Beach
Die außergewöhnlichsten Kühlerfiguren von Pebble Beach FOTO: Bugatti
Carmel (USA) . Ist das ein fliegender Storch? Prangt da ein gläserner Adlerkopf? Auf der Motorhaube von Vorkriegs-Klassikern ist die eine oder andere Überraschung zu finden. Raten erlaubt! 

In den Anfangstagen des Autos prägen viel mehr aufwendige Details die Autos – so zum Beispiel die Kühlerfigur. Die Symbole an der Front waren entweder Erkennungszeichen der Marke oder nach eigenem Geschmack gestaltete Galionsfiguren. An einem Wochenende im August kann der geneigte Betrachter im kalifornischen Carmel die oftmals längst vergessenen Kunstwerke bewundern – und raten, zu welcher Marke sie gehören.

Energisch vorpreschende Tiermotive waren ein beliebtes Stilmittel – nicht erst sei der springenden Jaguar-Katze. Da wäre der 1928er Lincoln zu nennen, auf dessen Haube ein Windhund Dynamik vermitteln soll. Oder der Pelikan auf einem Packard, der gerade seine Flügel zum Start hebt.

Der amerikanische Automobilhersteller nutzte auch die elegante "Göttin der Geschwindigkeit" - eine geflügelte Frau mit einem Rad in den ausgestreckten Armen. Dreidimensionale Flügel hat auch das "B" an mehreren Vorkriegs-Bentleys.

Oldtimer auf Kubas Straßen FOTO: Werner Gabriel

Jede Menge Bewunderung bekommen die gläsernen Kühlerfiguren, die an einigen duPont von 1929 zu sehen sind. Kaum jemand kann vorbei gehen, ohne ein Foto vom mehrere Zentimeter großen Adler- und Hahnenkopf zu knipsen. Aber auch skurrile Details wie ein sitzender Hund auf einem 30er-Jahre-Bentley lässt die Besucher staunen.

Betrachtet man die spitze, pfeilartige Galionsfigur eines Duesenbergs der 30er Jahre oder den spitzen Schnabel des fliegenden Storches eines Hispano-Suiza Cabrio von 1929 scheint es kein Wunder zu sein, dass die Kunstwerke später verboten wurden. Da immer mehr Fußgänger durch die teilweise spitzen und kantigen Zierteile verletzt wurden, mussten sie 1959 verschwinden. Ebenso wie die scharfkantigen Lichtschirme an Scheinwerfern oder Flügelmuttern an den Radverschlüssen.

Nur noch wenige Autos haben heute Kühlerfiguren. Der Mercedes-Stern, der schon seit 1957 mit einer Feder ausgestattet ist, die das Abknicken bei einem Fußgängerunfall ermöglicht, durfte beispielsweise bleiben. Auch andere Hersteller entwickelten ungefährliche Varianten ihrer Markenzeichen. Bei Rolls-Royce etwa verschwindet die "Spirit of Ecstasy" genannte Figur bei der leisesten Berührung im Rahmen des Kühlergrills.

(SP-X)
 
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