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Fehlerhafte Airbags
Rückruf bei Toyota: Acht Monate Warten auf Benachrichtigung

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Köln. Knapp 153.000 Toyota-Fahrer müssen wegen Problemen mit dem Airbag in die Werkstatt. Es ist dabei nicht nötig, auf die schriftliche Benachrichtigung über den Rückruf vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu warten. Es kann acht Monate dauern, bis diese vorliegt.

Betroffene Toyota-Fahrer können auch selbst die Initiative ergreifen und einen Termin in einer Vertragswerkstatt vereinbaren. Das Versenden der Anschreiben kann bis zu acht Monate dauern, erklärt Toyota-Sprecher Dirk Breuer. "Die Benachrichtigungen werden in Wellen verschickt." Man wolle Verzögerungen in den Werkstätten vermeiden. Wer jedoch in Sorge ist, kann früher einen Termin vereinbaren.

Die ersten Toyota-Fahrer werden voraussichtlich Mitte Juni vom KBA informiert. Ursache für den Rückruf sind mögliche Probleme der Airbags des japanischen Zulieferers Takata. Es besteht der Verdacht, dass eine Chemikalie den Airbag nicht ordnungsgemäß öffnet und die Sicherheit beeinträchtigt.

In Deutschland müssen Fahrzeuge der Modelle Corolla, Yaris, Picnic, Avensis Verso, Tundra und Sequoia, die von März 2003 bis März 2007 gebaut wurden, in die Werkstatt. Ebenfalls betroffen sind die Baureihen RAV4 und Hilux (Produktionszeitraum Juli 2003 bis Dezember 2005).

In den USA müssen knapp 34 Millionen Autos und Trucks in die Werkstatt. Takata-Airbags haben in der Vergangenheit in mehreren Fällen unvermittelt ausgelöst. Dabei kam es zu Explosionen, die Teile der Metallverkleidung sprengten. Diese Defekte werden mit sechs Toten und zahlreichen Verletzten in Zusammenhang gebracht.

(dpa)
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