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Umbau der Mercedes S-Klasse
Brabus 850 6.0 Biturbo Cabrio - am Ende der Nahrungskette

Brabus 850 6.0 Biturbo Cabrio - Mercedes S-Klasse extrem
Brabus 850 6.0 Biturbo Cabrio - Mercedes S-Klasse extrem FOTO: Brabus
Düsseldorf. Ob man bei 350 km/h eine Oben-ohne-Fahrt noch genießen kann? Wer das ausprobieren will, sollte bei Brabus den S-Klasse-Umbau 850 6.0 Biturbo ordern – das schnellste Cabriolet der Welt. Von Mario Hommen

Einer Mercedes S-Klasse hätte man gewiss einiges zugetraut, doch den Titel als schnellstes Cabrio der Welt? Jetzt ist es jedenfalls soweit, denn Brabus hat mal wieder zugeschlagen. Erstmalig vorgestellt wurde der offene Superlativ Mitte Juni 2016 am Rande der 24 Stunden von Le Mans.

Brabus 850 6.0 Biturbo Cabrio heißt die Rekordmaschine, die - wie der Name bereits andeutet - 625 kW/850 PS leistet. Deutlich gewaltiger fällt das Drehmoment aus, welches einen Maximalwert von 1.450 Newtonmeter erreichen kann. Damit die Komponenten des Antriebstrangs angesichts solcher Gewalten nicht an Leistungsstress sterben, werden im Normalbetrieb davon allerdings nur 1.150 Nm ausgeliefert.

Die Performance ist in jedem Fall überlegen: Die via Siebengang-Automatik an alle vier Räder weitergeleitete Kraft reicht für eine Sprintzeit des 2,2-Tonners von 3,5 Sekunden auf 100 und 9,4 Sekunden auf 200 km/h. Zum Vergleich: Das 585 PS starke Original braucht 3,9 Sekunden und schafft höchstens 250 km/h.

Porsche 911R - einer für Puristen FOTO: Porsche

Damit Brabus solche Leistungsschübe realisiert, muss tief in die Motorhardware eingegriffen werden. So werden die Zylinder aufgebohrt und der Gesamthubraum von 5.461 auf 5.912 Kubikzentimeter erweitert. Kurbelwelle und Kolben sind geschmiedet, zudem werden Hochleistungspleuel eingesetzt und schließlich der Zylinderkopf überarbeitet.

Zusätzlich wird die Motorperipherie aufgepeppt. Neue Turbolader und modifizierte Abgaskrümmer sorgen zusammen mit Downpipes für komprimiertere und kühlere Ladeluft. Und als Sahnehäubchen gibt es noch eine Edelstahl-Sportauspuffanlage.

Bei dieser kann man dank einer im Cockpit installierten Abgasklappensteuerung Leistung und Klang regulieren. Unter anderem bietet diese Funktion eine Coming-Home-Einstellung, die im Vergleich des von Brabus angekündigten Supersportwagen-Sounds sehr moderate Töne anschlagen soll.

Fotos: Mulsanne - drittes Facelift für die Superluxus-Klasse FOTO: Bentley

Darüber hinaus bietet Brabus eine Reihe weiterer Individualisierungsmöglichkeiten. Die Außenoptik ist auf Wunsch spoilerbewährt mit diversen Anbauteilen aus Carbon. Fette Leichtmetallräder mit 21 oder 22 Zoll Durchmesser und Performance-Bereifung, eine Tieferlegung oder Carbon-Keramikbremsen sind weitere Optionen.

Ebenso lässt sich der Innenraum mit exklusiven Lederbezügen, sowie mit Bauteilen aus Alu oder Carbon verfeinern. Optional gibt es auch einen 400-km/h-Tacho, der allerdings rein digital angezeigt wird.

Preise nennt Brabus keine. Neben den gut 185.000 Euro für die Basisversion sollte man auf jeden Fall noch eine sehr stattliche Summe zusätzlich locker machen können, sofern man denn das stärkste Cabrio der Welt sein Eigen nennen will.

Rolls-Roycs Dwan - Luxus-Cabrio für Selbstfahrer FOTO: Rolls-Royce
(SP-X)
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