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Sammler-Objekt zu Zero-Emission-Mobil
Magnums Ferrari 308 wird Elektroauto

Magnums Ferrari 308 als Elektroauto
Magnums Ferrari 308 als Elektroauto FOTO: Electric GT
San Marcos/USA. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses Tabu gebrochen wird: der Umbau eines Ferraris zum E-Mobil. Herhalten musste dafür ein betagter 308, das Modell, mit dem einst Thomas Magnum die Straßen von Hawaii unsicher machte. Von Mario Hommen

Die Amis kennen keine Gnade: Ob Monster-Trucks, Stretch-Limos oder Lowrider – nichts scheint im Land der unbegrenzten Möglichkeiten heilig. Jüngste Eskalationsstufe: der Umbau eines betagten Ferrari 308 zum ökologisch korrekten Zero-Emission-Mobil.

Ferrari 308? Fans der 80er-Jahre-Krimi-Serie Magnum erinnern sich sicherlich an die rote Flunder, mit der Privatdetektiv Thomas Magnum durchs sonnige Hawaii kurvte. V8-Sound inklusive.

Heute ist der 308 ein Sammler-Objekt, für das hohe fünfstellige Summen verlangt werden. Wohl auch deshalb hat die in Kalifornien beheimatete Firma Electric GT auf ein stark beschädigtes Exemplar für ihren Umbau zurückgegriffen. Unter anderem dank eines Feuers im Motorraum bot sich der Totalschaden-308 regelrecht an für eine solche Aktion.

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Der hinfällige V8-Motor wurde durch gleich drei E-Maschinen ersetzt, die, wie einst der Benziner, direkt hinter der Fahrgastzelle untergebracht werden konnten, ohne dabei die ursprüngliche Form der Karosserie zu verändern. Die über zwei Riemen verbundenen Motoren leiten ihr mächtiges Drehmoment über ein fünfstufiges Transaxle-Getriebe von Porsche standesgemäß an die Hinterräder.

306 PS und 450 Newtonmeter verspricht Electric GT. Das ist deutlich mehr als die 227 PS und 284 Newtonmeter beim ursprünglichen V8. Trotz eines 30-kWh-Akkupakets konnte zudem das Gewicht niedrig gehalten werden. Laut Electric GT erhöhte sich das Leergewicht im Vergleich zum V8-Original um 45 auf nur 1.520 Kilogramm.

Fahrleistungen nennen die Amis nicht, doch dürfte die Beschleunigung zumindest aus dem Stand auf 100 km/h sehr kurz sein. Die Reichweite fällt zunächst noch knapp aus: Vorerst sind es maximal 160 Kilometer, bis der Besuch einer Ladesäule nötig wird.

Ferrari und Ladesäule? Der Ferrari-Chef Sergio Marchionne hat ein solches Ansinnen als Tabubruch bezeichnet. Bei Electric GT glaubt man, dass der E-Antrieb die bessere Alternative ist.

(SP-X)
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