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VW-Tochter
Seat Ateca - Spaniens erstes SUV

Seat Ateca - erster SUV aus Spanien
Seat Ateca - erster SUV aus Spanien FOTO: Hersteller
Düsseldorf. Man fragt sich, warum Seat nicht schon viel früher darauf gekommen ist. Im Sommer nun schicken die Spanier endlich ihr erstes SUV auf den Markt. Der Name: Ateca. Das Kompaktmodell soll der VW-Tochter einen kräftigen Absatzschub verpassen. Von Michael Specht

Zuschauen, wie andere sich die dicken Stücke vom SUV-Kuchen abschneiden? Geht gar nicht, sagte man sich bei Seat. Schließlich passe so ein cooles Gefährt bestens zur Marke. Nun ist es so weit.

In ihrer Lifestyle-City Barcelona präsentierte die spanische VW-Tochter jüngst ihr erstes SUV, genannt Ateca. Auf dem Genfer Autosalon wird der kompakte Crossover seine Messe-Premiere haben, im Sommer soll er in den Verkauf gehen.

"Mit dem Ateca zielen wir vor allem auf Modelle wie den Nissan Qashqai", sagt Ulrich Selzer, zuständig für den weltweiten Vertrieb. Entsprechend niedrig ist der Einstiegspreis. Auch wenn Seat offiziell noch nichts verlautbaren lässt, bei kurz unter 20.000 Euro dürfte es losgehen. Eine Kampfansage.

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Seat kann hier bewusst knapp kalkulieren, schließlich musste man die sündhaft teuren Entwicklungskosten nicht alleine stemmen. Vieles stammt aus dem Konzernregal von der Mutter in Wolfsburg. Hauptsächlich sind dies das Chassis und die gesamte Antriebsarchitektur. Das knackige Kleid hingegen könnte spanischer gar nicht sein, erinnert in der Linienführung an den hauseigenen Léon.

Als Besonderheit ließ man sich LED-Tagfahrleuchten einfallen, die auch gleichzeitig die Blinkerfunktion übernehmen. Und als sogenanntes "Welcome-Light", schickt ein Lichtspot unter dem Außenspiegel Signatur und Namen des Autos auf den Straßenbelag, sobald man die Türen entriegelt hat.

Den Fahrer empfangen sportlich konturierte Sitze und ein klassisches, funktionales Cockpit mit sauber konturierten Instrumenten sowie einem 8-Zoll-Display in der Armaturenbrettmitte. Darunter befinden sich die üblichen Drehregler für Klima und Lüftung. Bei der Bedienung dürfte also keiner überfordert sein.

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Alles wirkt sauber und hochwertig verarbeitet. Seat hält hier guten Anschluss an das Qualitätslevel von Volkswagen. Geld für ein kleines Gimmick hatte man sogar auch noch. Auf dem Starterknopf pulsiert die rote Schrift, sobald man ins Auto einsteigt. Ein nettes Feature, das man sich wohl bei Jaguar abgeschaut hat.

Mit 4,36 Metern ist der Ateca etwa so groß wie der erste Tiguan. Der Radstand beträgt 2,64 Meter. Auch hinten sitzen Erwachsene sehr kommod. Im Kofferraum bleiben recht üppige 510 Liter Gepäckvolumen. Allerdings nur bei der Frontantriebsvariante. Die Allradversion büßt 25 Liter ein.

Optional steht eine elektrische Heckklappe mit Gestensteuerung zur Verfügung. Sie lässt sich mit einem Fußschwenk nicht nur berührungslos öffnen, sondern auch wieder schließen. "Zudem haben wir die niedrigste Ladekante im Segment", sagt Seat Entwicklungsvorstand Matthias Rabe. Eine verschiebbare Rücksitzbank, wie sie der größere Tiguan II besitzt, hat der Ateca nicht. Dafür können die Lehnen per Fernentriegelung aus dem Kofferraum flachgelegt werden.

Großen Wert legten die Ingenieure während der Entwicklung auf Agilität. "Kein Wettbewerber im Vergleich fährt sich handlicher", verspricht Rabe, der für den Ateca selbst den Dreizylinder-TSI abgesegnet hat. Das kleine Einliter-Aggregat bildet mit 115 PS die Einstiegsmotorisierung und ist laut Rabe "mit dem Fahrzeug in keiner Weise überfordert".

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Dafür aber ungemein sparsam, jedenfalls auf dem Rollenprüfstand. Hier soll der Verbrauch bei nur 5,2 Liter liegen. Als zweiten Benziner bietet Seat den bekannten 1,4-Liter-TSI mit 150 PS an. Bei den Dieseln stehen zwei Motoren zur Auswahl, ein 1,6-Liter-TDI mit 115 PS (Verbrauch 4,3 Liter) und ein Zweiliter-TDI mit 150 sowie 190 PS. Später soll noch eine sportliche FR-Version folgen. Die ganz heiße Top-Variante namens Cupra wird derzeit diskutiert.

In Sachen Konnektivität bedient sich Seat aus dem Modularen Infotainment Baukasten (MIB) der zweiten Generation. Sämtliche Smartphone-Betriebssysteme lassen sich problemlos mit dem Auto verknüpfen. Außerdem gibt es eine kabellose Ladeschale fürs Handy. Auch bei den Assistenzsystemen fährt der Ateca auf Höhe der Zeit. Im Stop&Go-Verkehr bremst und lenkt der Wagen selbstständig. Neu ist der Notfallassistent. Hier hält das Auto automatisch an und bleibt in der Spur, falls der Fahrer ohnmächtig wird.

Der Ateca bleibt nicht der einzige SUV-Schuss von Seat. Schon Ende nächsten Jahres wird ein weiteres Fahrzeug an den Start gehen. Diesmal haben die Spanier das City-SUV-Segment im Visier. Hier sollen Typen wie Opel Mokka und Nissan Juke nicht länger den Alleinunterhalter spielen.  

(SP-X)
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