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Straßenschäden
Wir suchen die schlimmsten Schlaglöcher der Region

Straßenschäden: Wir suchen die schlimmsten Schlaglöcher der Region
Schlaglöcher werden aus Kostengründen häufig nur notdürftig geflickt. FOTO: dpa, bwu cgt
Düsseldorf. Wenn der Winter geht, kommen die Schlaglöcher. Oft sind die Kommunen auf die Mithilfe der Bürger angewiesen, um die schlimmsten Schlaglöcher zu finden. Wir sammeln auch: Schicken Sie uns Fotos der schlimmsten Krater auf den Straßen. Von Christoph Schroeter

4400 Schlaglöcher haben Bürger und Kontrolleure seit November auf Duisburgs Straßen ausfindig gemacht. In Krefeld waren es im vergangenen Jahr über 9000, Remscheid meldete im Jahr 2017 rund 10.500 Straßenschäden, darunter viele Schlaglöcher. Meldungen dieser Art ließen sich beliebig fortsetzen. Es gibt wohl kaum eine Stadt in NRW, die nicht von den Winterschäden betroffen wäre.

Eine wirkliche Besserung ist nicht in Sicht, sagt der ADAC. "Städte und Gemeinden gehen das Problem Jahr für Jahr nur oberflächlich und mit kurzfristigen, kostengünstigen Maßnahmen an. Nachhaltig ist das nicht", kritisiert Roman Suthold, Leiter Verkehr und Umwelt des ADAC Nordrhein. 

Die Folge: Krater im Asphalt führen zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr. "Insbesondere Motorradfahrer oder Fahrradfahrer können schwer verunglücken, wenn sie ein Schlagloch übersehen", weiß der Verkehrsexperte. Beim Auto kommt es eher zu Sachschäden. Am häufigsten sind Reifen und Radaufhängung betroffen.

Wie entstehen Schlaglöcher?

Wo Straßen Schäden haben oder nur notdürftig geflickt worden sind, dringt bei Regen Wasser in die Fahrbahndecke ein. In kalten Nächten gefriert dieses und dehnt sich aus. Dadurch wird der Asphalt angehoben. Taut das Eis, entsteht ein Hohlraum unter der Fahrbahn, die nun leicht von darüber fahrenden Lkw oder Bussen eingedrückt werden kann. Weiterer Regen spült die Löcher aus und vergrößert die Krater.

Schlaglöcher in Krefeld FOTO: KF

Wie eine Forsa-Umfrage ergab, hatte jeder zehnte Autofahrer schon einmal einen Schaden durch Schlaglöcher an seinem Fahrzeug. Laut des Versicherers CosmosDirekt kann man Städte und Kommunen dafür nur haftbar machen, wenn sie keine Warnschilder aufgestellt haben. Aber selbst dann sind die Chancen auf vollständigen Ersatz des Schadens gering. Die Rechtslage ist nicht eindeutig.

Beweise sichern

In jeden Fall liegt die Beweislast beim Autofahrer. Es empfiehlt sich also, mit Fotos nicht nur den Fahrzeugschaden, sondern auch den Straßenzustand zu dokumentieren. Bilder der Umgebung zeigen, ob entsprechende Warnschilder aufgestellt wurden. Auch Zeugenaussagen, die bestätigen, dass man nicht zu schnell gefahren ist, können hilfreich sein.

Eine Vollkaskoversicherung deckt Schlaglochschäden normalerweise ab. Aber auch die Assekuranz verlangt, dass Autofahrer auf einer unwegsamen Strecke vorsichtig und langsam unterwegs sind.

Fotografieren Sie die schlimmsten Schlaglöcher

RP ONLINE möchte die schlimmsten Schlaglöcher in NRW ausfindig machen. Wenn Sie einen oder mehrere der Krater bei sich auf der Straße entdecken, machen Sie ein Foto (achten Sie dabei aber bitte auf den Verkehr!). Hilfreich wäre es, einen Vergleichsgegenstand an dem Loch zu platzieren (Stift, Packung Taschentücher etc.) Damit helfen sie auch Ihrer Stadt oder Kommune, die oft auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sind. 

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