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Tesla Model S als Leichenwagen
Emissionsfrei ans Grab

Tesla Model S als Leichenwagen
Tesla Model S als Leichenwagen FOTO: Remetzcar
Düsseldorf. Die E-Mobilität dringt in immer neue Bereiche vor. Jüngstes Beispiel: Ein zum Leichenwagen umgebauter Tesla Model S, der einen besonders pietätvollen Transport zur letzten Ruhestätte erlaubt. Von Mario Hommen

Ein Leichenwagen mit wild bollerndem Ferrari-V12? Ein unvorstellbarer Gedanke, denn der Totentransport ist eben doch ein äußerst diskretes Geschäft. Insofern scheint es nur konsequent, wenn sich ein Bestattungsfahrzeug rein elektrisch und also nahezu geräuschlos bewegt.

Die holländischen Stretch-Limo-Experten von Remetzcar sind den eigentlich logischen Schritt gegangen und haben einen Tesla Model S zum Leichenwagen mit Glaskasten-Kombiheck umgebaut.

Fotos: Tesla: Das ist das "Model 3" FOTO: ap

Das Resultat kann sich sehen lassen. Mit dem gläsernen, hochbauenden Kombiheck wirkt der Wagen geschmackvoll und zudem besonders repräsentativ.

Angesichts der heute vielerorts üblichen fensterlosen Kleintransporter, die für eine maximal kosteneffiziente und zudem anonyme Leichenentsorgung stehen, setzt dieser Tesla-Umbau ein Ausrufezeichen für die deutlich stilvollere jedoch aussterbende Tradition des Leichentransports im klassischen Nobel-Kombi.

Tesla Model X - elektrisch und teuer FOTO: SP-X/Matthias Knödler

Den Tesla Model S auf die Streckbank zu legen, war für die Stretch-Spezialisten eine besondere Herausforderung. Auf 5,78 Meter wurde das Bestattungsauto verlängert, was den Transport von bis zu 2,17 Meter langen Särgen erlaubt.

Hierfür wurde das Fahrzeug einmal durchgeschnitten und ein gut 80 Zentimeter langer Mittelteil eingesetzt. Ein Problem bei dieser Arbeit war die den Unterboden weitgehend ausfüllende Hochvoltbatterie, die für die Verlängerung ausgebaut und an anderer Stelle neu eingesetzt werden musste. Laut Remetzcar kommt der 70-kWh-Stromspeicher zum Einsatz, der einen Radius von 350 Kilometer erlauben soll.

Günstige Elektroautos - ein Überlick FOTO: dpa, loe

Eine weitere Herausforderung war es, den hinteren Bereich der ursprünglichen Stufenhecklimousine zum Kombiheck auszubauen. Hier hat sich Remetzcar für eine filigrane Konstruktion mit maximal großen Glasflächen entschlossen.

Dieses Glasheck muss zudem die für Leichenwagen üblichen Anforderungen an Hygiene und Funktionalität erfüllen. So gibt es einen mit Rollen bestückten ausziehbaren Teakboden, der ein leichtes Einladen von Särgen erlaubt.

(SP-X)
 
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