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Update setzt auf Radartechnologie
Tesla-Autopilot soll Hindernisse besser erkennen

Fotos: Tesla: Das ist das "Model 3"
Fotos: Tesla: Das ist das "Model 3" FOTO: ap
Washington . US-Autobauer Tesla will dafür sorgen, dass das Autopilotsystem seiner Elektrofahrzeuge Hindernisse besser erkennen kann. Dazu werde ein Software-Update mit verbesserter Radartechnologie ausgerollt. Es soll in zwei Wochen zur Verfügung stehen.

Das sagte Tesla-Gründer und -Chef Elon Musk am Sonntag in einer Telefonkonferenz. Der tödliche Unfall eines Tesla-Fahrers im Mai hätte mit der neuen Technik "sehr wahrscheinlich" verhindert werden können, sagte er.

Das Update sorgt den Angaben zufolge dafür, dass für die Kontrolle der Autos die Radardaten mehr Gewicht gegenüber der Umgebungsbeobachtung durch Kameras bekommen.

Tesla Model X - elektrisch und teuer FOTO: SP-X/Matthias Knödler

Anders als Kameras könnten Radarsensoren problemlos Nebel, Staub, Regen oder Schnee durchringen. Das Update kann laut Tesla auf Wagen aufgespielt werden, die ab Oktober 2014 ausgeliefert wurden.

Bei dem tödlichen Unfall in Florida war ein Tesla Model S mit einem Lastwagen kollidiert. Die Bremsfunktion wurde nicht ausgelöst; der Autofahrer wurde tödlich verletzt.

Tesla äußerte später die Vermutung, dass die Fahrzeugsensoren den weißen Lkw nicht vom taghellen Himmel unterscheiden konnten.

Fotos und Infos: Auto-Neuheiten & Sondermodelle FOTO: dpa, loe zeh

Die neue Technologie soll solche Vorkommnisse verhindern. Die Sicherheit werde "verdreifacht", sagte Musk. Er betonte zugleich: "Perfekte Sicherheit ist ein unerreichbares Ziel."

Es gehe darum, Wahrscheinlichkeiten zu verbessern - es werde aber niemals "null Todesopfer" und "null Verletzte" geben. Wer diese "Illusion" erreichen wolle, solle besser "zuhause auf dem Sofakissen bleiben".

(AFP)
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