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Abgasskandal
Volkswagen droht Rückzahlung von EU-Krediten

Hintergrund: Fragen und Antworten zum Abgas-Skandal
Hintergrund: Fragen und Antworten zum Abgas-Skandal
Wolfsburg. Die europäische Antibetrugsbehörde Olaf hat Volkswagen im Abgasskandal vor finanziellen Konsequenzen gewarnt.

"Im schlimmsten anzunehmenden Fall müsste Volkswagen die noch ausstehenden Kredite sofort zurückzahlen", sagte der Behördenleiter Giovanni Kessler der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Dabei geht es um verbilligte Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB). Insgesamt hatte VW seit 1990 rund 4,6 Milliarden Euro günstige Kredite erhalten, um die Entwicklung umweltfreundlicher Motoren zu finanzieren.

"Das hat das Unternehmen aber vielleicht gar nicht gemacht, und dann wäre das Betrug", sagte Kessler. "Das schauen wir uns jetzt an." Einen Teil der Kredite hat der Autobauer noch nicht zurückgezahlt. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, würde VW nach den Worten Kesslers von der EIB auch keine neuen Kredite mehr bekommen.

Olaf gehe Anhaltspunkten für Betrug nach. Die EU-Behörde hatte vor kurzem eine Untersuchung wegen des Abgasskandals gegen Volkswagen eingeleitet. "Bis das Ergebnis unserer Untersuchung vorliegt, wird es einige Monate dauern", sagte Kessler.

Der Wolfsburger Autohersteller hatte im September zugeben müssen, bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen weltweit eine Software eingesetzt zu haben, die im Testbetrieb den Stickoxid-Ausstoß zu niedrig auswies. Wegen der Manipulation wird in den USA und mehreren weiteren Staaten gegen Volkswagen ermittelt. Durch Strafen, Rückrufaktionen und Entschädigungen kommen auf den Konzern Milliardenkosten zu.

(AFP)
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