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Schwachstelle bei modernen Autos
Seitencrash - Airbags bieten keinen Schutz

Seitencrash - hohes Verletzungsrisiko für Fahrer und Beifahrer
Seitencrash - hohes Verletzungsrisiko für Fahrer und Beifahrer FOTO: ADAC
Trotz hoher Standards gibt es noch viel Optimierungspotenzial bei der Sicherheitstechnik von Autos. Der ADAC hat jetzt einen Schwachpunkt bei seitlichen Crashs ausgemacht, der sich mit einfachen Mitteln entschärfen lässt. Von Mario Hommen

Autos haben in Hinblick auf die Sicherheitstechnik in der jüngeren Vergangenheit enorme Fortschritte gemacht. Doch es gibt noch einige Schwachstellen.

Auf eine macht jetzt der ADAC aufmerksam. Der Automobilclub hat nämlich bei Seitencrashtests ein erhebliches Verletzungsrisiko erkannt.
 
Für seine Testreihe hat der ADAC seitliche Aufprallszenarien beim VW Golf und BMW Z4 untersucht. Dabei ist ein Barrierewagen mit 50 und 65 km/h auf die Beifahrerseite der Fahrzeuge geprallt.

Erste Hilfe am Unfallort richtig leisten FOTO: ADAC

Bei diesen Zusammenstößen konnte der Automobilclub ein erhöhtes Verletzungsrisiko für den Fahrer feststellen, da dieser seitlich aus dem Gurt rutschen und mit Oberkörper und Kopf gegen Armaturenbrett, Türverkleidung oder Sitzteile prallen kann.

Auch können die vorderen Passagiere sich gegenseitig verletzen. Das Problem: Die derzeit übliche Airbagtechnik bietet hier keinerlei Schutz.
 
Nach Meinung des ADAC sollten Gurtstraffer die Insassen besser in den Sitz binden und so eine seitliche Verlagerung verringern.

Weit verbreitete Autofahrer-Irrtümer FOTO: ddp

Außerdem könnten höher bauende Mittelkonsolen und Mittelkonsolen-Airbags weiteren Schutz bieten. Die Erkenntnisse dieser Tests sollen zu einer Verschärfung der Testkriterien beim EuroNCAP führen. 

(SP-X)
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