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Analyse
Um diese Uhrzeit tanken Sie am günstigsten

Mit diesen Apps können Sie beim Tanken sparen
Mit diesen Apps können Sie beim Tanken sparen FOTO: dpa, cw sir
Nürnberg. Das Wirtschaftsinstitut RWI hat Millionen von Benzinpreisdaten ausgewertet. Dabei zeigt sich: Die täglichen Schwankungen der Spritpreise folgen einem bestimmten Schema. Wer das kennt, der kann an der Zapfsäule viel Geld sparen. Von Susanne Hamann

Anhand der Daten von über 14.000 Tankstellen untersuchen die Wissenschaftler des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) für den Benzinpreisspiegel die Preispolitik an deutschen Tankstellen.

Untersucht wurden die wöchentlichen Durchschnittspreise für die drei Kraftstoffsorten Diesel, Super E10 und Super E5. Insbesondere wurde analysiert, an welchen Wochentagen im Allgemeinen die höchsten Preise zu verzeichnen sind.

Benzinpreise sind ab 18 Uhr am günstigsten

Demnach treten die teuersten Preise an Sonn- und Feiertagen auf sowie im Zeitraum zwischen 23 Uhr nachts und 5 Uhr morgens. Wenn es irgendwie möglich ist, sollten Verbraucher also versuchen, nur tagsüber zu tanken.

Ändern Benzinpreise das Fahrverhalten?

Um genau zu sein, sinken die Preise ab 5 Uhr morgens im Tagesverlauf und erreichen zwischen 18 und 19 Uhr ihren niedrigsten Wert. Wer also zwischen 18 und 19 Uhr an die Zapfsäule fährt, schont damit deutlich seinen Geldbeutel. Ein Beispiel: Super E5 kostet tagsüber im Schnitt 1,45 Euro pro Liter (Stand: 30. März 2015). Wer zwischen 18 und 19 Uhr tankt, zahlt in der Regel nur rund 1,35 Euro.

Unbesorgt können die Autofahrer allerdings in Richtung Osterferien blicken: Laut dem Benzinspiegel sind die Preise zwar an den Feiertagen erhöht, allerdings nur um zwei bis drei Cent. Die traditionellen extremen Preisspitzen bleiben an den Feiertagen also aus.

Preisunterschiede an Düsseldorfer Zapfsäulen FOTO: dpa, ag_lmb_pag cul dan

Deutliche Unterschiede zwischen den Benzinanbietern

Ein stabiles Muster zeigte sich laut den RWI-Forschern zudem für die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tankstellenmarken. An Jet-Tankstellen tankt man im Wochendurchschnitt ausnahmslos am günstigsten. Für Dieselkraftstoff lagen die Wochendurchschnitte bis zu sechs Cent je Liter unter denen des teuersten Anbieters.

Jet-Tankstellen ändern im Vergleich auch am seltensten die Preise pro Tag, im Wochendurchschnitt etwa vier Mal. Bei Esso- und Shell-Tankstellen ist dagegen ein durchschnittlicher Wechsel von rund fünf Mal am Tag zu verzeichnen.

Mönchengladbach: Hier tanken Sie günstig FOTO: dpa

Auch die Spanne zwischen Tageshöchstpreis und dem niedrigsten Tagespreis war bei Jet-Tankstellen am kleinsten. Im Wochenmittel lagen diese Differenzen um die sechs Cent je Liter, bei Shell-Tankstellen fiel die mittlere Preisdifferenz auch mehr als doppelt so hoch aus.

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