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Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

Alle Änderungen, die auf Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler 2017 zukommen, haben wir in folgender Übersicht zusammengestellt.

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

Gebühren für HU und Führerschein steigen

Nach acht Jahren sollen die Gebühren für die Führerscheinprüfungen sowie die Hauptuntersuchungen für Autos wieer steigen. Die theoretische Prüfung soll künftig 11,90 Euro kosten. Für die Prüfung am Computer werden künftig 10,60 Euro fällig. Die praktische Pkw-Prüfung soll 91,50 Eurokosten. Die praktische Motorrad-Prüfung verteuert sich auf 121,38 Euro.
Ebenfalls teurer wird die Hauptuntersuchung. Je nach Bundesland werden künftig Gebühren zwischenn 35 und 54,86 Euro erhoben. 

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

Klimaanlagen

Ab 1. Januar 2017 dürfen Klimaanlagen in sämtlichen Fahrzeugen nicht mehr mit fluorierten Treibhausgasen mit einem Treibhaus-Potenzial (Global Warming Potential, GWP) über 150 befüllt werden. Dazu zählt auch das bisher eingesetzte Kältemittel R134a. Ausgenommen sind Fahrzeuge, deren Typgenehmigung vor dem 01.01.2011 erteilt wurde. 

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

Euro 4 für Motorräder

Neue Motorräder und Kleinkrafträder können ab Januar 2017 nur noch dann für den Verkehr zugelassen werden, wenn sie den Schadstoffvorgaben der Euro 4 entsprechen. Der maximale Geräuschpegel darf bei Motorrädern über 175 Kubikzentimer nicht mehr als 80 dB(A) betragen. 

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

Leistungslimit für Quads entfällt

Ab 1. Januar 2017 soll die EU-Verordnung zur "Genehmigung und Marktüberwachung von zwei-, drei- und vierrädrigen Fahrzeugen" auch für Quads und ATVs in Kraft treten. Statt der bisherigen 15-kW-Grenze gilt dann ein Geschwindigkeitslimit von 90 km/h. Damit dürften Leistung und Drehmoment von Quads deutlich ansteigen. 

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

Tesla: Ladestrom für Neukunden kostenpflichtig

Käufer von Tesla-Modellen müssen ab 1. Januar 2017 das Strom-Zapfen an der Schnellladestation bezahlen. Die Preise sollen zeitabhängig und je nach regionalen Stromkosten variieren. Als Trostpflaster erhalten Neukunden eine jährliche Gutschrift über 400 kWh, die an den Superchargern eingelöst werden kann. Kunden von bereits auf der Straße befindlichen Fahrzeugen dürfen weiterhin umsonst laden. Gleiches gilt für Fahrzeuge, die noch 2016 bestellt und vor dem 1. April 2017 ausgeliefert werden.

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

StVO: Ampelzeichen für Radfahrer

Mit dem Auslaufen der Übergangsregelung zum 31.12.2016 ändern sich die Vorschriften für Radfahrer an Ampeln. Bisher galten die Fußgängerampeln, wenn keine besonderen Lichtzeichen für Radfahrer vorhanden waren. Künftig gilt laut StVO: "Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten." Auf gekennzeichneten Radwegen gelten die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr. 

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

StVO: Rollstühle sichern

Ab 1. Februar 2017 wird der Bußgeldkatalog erweitert. Werden ein vorgeschriebenes Rollstuhl-Rückhaltesystem oder ein Rollstuhlnutzer-Rückhaltesystem während der Fahrt nicht angelegt, droht eine Verwarnung in Höhe von 30 Euro. 

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

Lang-Lkw fahren weiter

Bis Ende 2016 noch Feldversuch, ab 1. Januar regulär auf deutschen Straßen: Nach Ankündigungen von Bundesverkehrsminister Dobrindt sollen die derzeitig 159 Lang-Lkw weiterhin auf dem freigegebenen Streckennetz unterwegs sein. Zurzeit dürfen etwa 60 Prozent des Autobahnnetzes von den überlangen Trucks befahren werden. Nachdem auch Rheinland-Pfalz seine Vorbehalte aufgegeben hat, sind Berlin und das Saarland die einzigen Bundesländer, in denen die sogenannten Gigaliner nicht fahren dürfen. 

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Gegen schwarze Schafe im Speditionsgewerbe

Ab 1. Januar 2017 wird die sogenannte "Todsündenliste" in Anhang IV der EU-Berufszugangsverordnung VO (EG) 1071/2009 erweitert. Die EU-Verordnung 2016/403 zählt schwerwiegende Verstöße gegen EU-Vorschriften im gewerblichen Straßenverkehr auf, die zur Aberkennung der Zuverlässigkeit von Kraftverkehrsunternehmen führen können. Neben Kategorien, Art und Schweregrad wird die Zahl der Verstöße festgesetzt, bei deren Überschreitung "wiederholte schwere" Verstöße als "schwerwiegende" Verstöße eingestuft werden. 

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Deutschland: Kostenloses WLAN im ICE

Ab 1. Januar 2017 soll im ICE auch in der zweiten Klasse kostenlos WLAN zur Verfügung stehen. Jeder Reisende kann dann auf 200 MB Datenvolumen zurückgreifen. Danach wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Darüber hinaus soll es ein Bordunterhaltungsprogramm mit Filmen im ICE-Portal geben. Außerdem rüstet die Bahn 3750 ICE-Wagen mit neuer Mobilfunktechnologie aus. Dadurch soll die Verbindungsqualität steigen.  

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Schweden: Alte Münzen und Geldnoten werden ungültig

Im Oktober 2016 hat die Schwedische Nationalbank neue 100- und 500-SEK-Banknoten sowie neue 1-, 2- und 5-SEK-Münzen eingeführt. Die 10-SEK-Münze bleibt weiter im Umlauf. Die bisherigen 100- und 500-SEK-Banknoten sowie alle derzeitigen Münzen außer der 10-SEK-Münze sind nur noch bis einschließlich 30. Juni 2017 gültig. Die schon früher aussortierten Geldscheine im Wert von 20, 50 und 1000 SEK können nur noch gegen eine Gebühr von 100 Kronen umgetauscht werden. 

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Australien: Steuerpflicht für Rucksacktouristen

Das australisches "Working Holiday"-Visum wird ab Anfang 2017 günstiger. Es kostet dann 390 australische Dollar und somit 50 Dollar weniger. Allerdings werden beim Verlassen des Landes künftig fünf Dollar fällig. Rucksackreisende, die im Rahmen des "Working Holiday"-Visums in Australien arbeiten, müssen ab 2017 das gesamte verdiente Geld mit 15 Prozent versteuern. Bislang werden Steuern erst ab einem Verdienst ab 18.200 australischen Dollar (12.410 Euro) fällig. 

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Frankreich: Umweltplakette kommt

Nach Paris führt am 1. Januar 2017 auch Grenoble eine Umweltzone ein, in den kommenden Jahren wird es Umweltzonen in weiteren 23 Städten geben. Vignettenpflicht besteht ab dem 1. April 2017 auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge. Die notwendigen Vignetten sind ab März 2017 erhältlich. Eine fehlende Plakette wird mit 68 Euro geahndet. Je nach Baujahr und Schadstoffklasse werden Vignetten in unterschiedlichen Farben ausgestellt, derzeit ist eine Einfahrt in die Umweltzonen mit allen Vignettenfarben gestattet. Der Preis für die Vignetten steht noch nicht fest. 

Das ändert sich 2017 für Autofahrer, Motorradbesitzer und Radler

Österreich: Pickerl wird türkis

Die für österreichischer Autobahnen erforderliche Mautplakette ist ab 2017 türkis, die Preise werden um 0,8 Prozent erhöht. 2016er Vignetten bleibt bis zum 31. Januar 2017 gültug. Es wird empfohlen, den unteren Abschnitt der Trägerfolie (mit Seriennummer) aufzubewahren, da er als Kaufnachweis gilt. Achtung: Österreichische Vignetten aus den Vorjahren müssen von der Windschutzscheibe entfernt werden