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Es muss nicht immer Porsche Boxster sein
Ein Porsche für jeden Typ Frau

Porsche - der passende für jeden Typ Frau
Porsche - der passende für jeden Typ Frau FOTO: Porsche
Düsseldorf. Der Porsche Boxster gilt als der Frauen-Porsche schlechthin. Warum eigentlich? Hat der Hersteller aus Zuffenhausen doch bei insgesamt 52 Modellvarianten für jeden Typ Frau das passende Modell im Angebot. Eine – etwas überspitzt formulierte – Kaufberatung. Von Hanne Lübbehüsen

Mindestens 1693-mal hat im vergangenen Jahr eine Frau "Ja" gesagt, auf eine ganz entscheidende Frage: "Wollen Sie diesen Porsche kaufen?" So viele Neuzulassungen auf weibliche Halter zählt zumindest das Kraftfahrt-Bundesamt für 2014.

Die Dunkelziffer der Porsche-Fahrerinnen dürfte höher sein. Denn längst sind Cayman, Elfer oder der neue Macan auch Traumwagen der Damenwelt. Warum muss es denn immer Boxster sein? Es gibt doch einen Porsche für quasi jeden Typ Frau.

Für die Miss Sunshine: Sie braust gerne sonnenbebrillt mit offenem Verdeck durch die Stadt und über die Landstraße und genießt die Sonne und die Blicke. Der Boxster (ab 50.900 Euro) mag die günstigste Möglichkeit sein, einen neuen Porsche zu fahren.

Dieser Einstieg erfolgt aber auf sehr hohem Niveau – von Sportsitzen über elektrisches Verdeck bis zu Klimaanlage und Audiosystem sind diverse Extras schon an Bord. Sechszylinder-Mittelmotor mit 195 kW/265 PS trifft auf nur rund 1,4 Tonnen Gewicht, was auch die offene Version zu einem agilen Sportwagen macht.

Porsche 911 - Probefahrt mit Turbo FOTO: Porsche

Für die Multitaskerin: Sie braucht ein Auto, das alles auf einmal kann, so wie sie selbst. Porsches Paradebeispiel für einen Allrounder ist der Macan (ab 60.550 Euro) – mit dem Kofferraumvolumen eines Mittelklasse-Kombi, sportlicher SUV-Optik, heckbetontem Allradantrieb für mehr Dynamik, serienmäßigem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Luftfederung auf Wunsch, starken Sechszylinder-Triebwerken (258 bis 400 PS)  und einer überdurchschnittlichen Anhängelast.

Sei es mal eben schnell im vorweihnachtlichen Einkaufsverkehr in eine Parklücke zirkeln oder Kinder und Geschenke - dank Video-Entertainment für die hinteren Passagiere und 500 Litern Kofferraum - komfortabel zur Verwandtschaft kutschieren oder zum nächsten Meeting düsen, geht alles. Hektisch wird das 4,70 Meter lange SUV dabei nie - und färbt damit vielleicht auch etwas auf seine Fahrerin ab.

Für Lady Bleifuß: Sie saust mit Vollgas durchs Leben, hat Spaß an schnellen Ampelstarts und fühlt sich auf der Überholspur zu Hause. Der Sechszylinder-Boxermotor im Heck des Porsche 911 Turbo S (580 PS) schiebt sie in 3,1 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h – das ist so schnell wie ein Ferrari F12 Berlinetta.

Die Keramik-Bremsen halten die Kraft im Zaum. Front- und Heckspoiler fahren auf Knopfdruck aus und saugen den Turbo-Elfer an der Straße fest, die Hinterachslenkung unterstützt in engen Kurven und bei langsamerer Gangart auch beim Wenden. Die 100 Prozent Spaß, null Prozent Angst kosten 197.000 Euro.

Fotos: Porsche 911 Targa - endlich wieder Open-Air-Feeling FOTO: Hersteller

Für die Extravagante: Sie liebt den großen Auftritt im Stand, bei langsamer Fahrt oder im Höchsttempo und kauft dazu den 911 Targa 4. Der halboffene, 370-PS-Elfer kostet mit 117.100 Euro genauso viel wie das Allrad-Cabrio, ist aber spektakulärer.

Im Stehen: Wenn sich das Targa-Dach automatisch aus- oder einklappt und die feste Heckscheibe und das Stoffdach einen Tanz aufführen, ist das für Außenstehende ein Schauspiel. Egal ob offen oder geschlossen, bei langsamer Fahrt sind dem Targa mit seiner gewölbten Heckscheibe, die sich nahtlos an das Heck anschließt und den breiten Alu-Bügel die Blicke gewiss. Und wenn er in 4,5 Sekunden auf 100 km/h stürmt auch.

Für die Stilikone: Sie trägt in dieser Saison Hosen mit Schlag zur Fransenweste und fährt 70er-Jahre-911 – ein genauso zeitloses Accessoire, wie die Birkin-Bag aus zweiter Hand auf dem Beifahrersitz. Einen Klassiker kauft man natürlich nicht nur deshalb, weil Vintage.

Historische Elfer gehören hierzulande zu den gepflegtesten, gefragtesten und wertstabilsten Oldtimern im höherpreisigen Bereich. So muss man für ein gutes 70er-Jahre-Exemplar mindestens zwischen 30.000 und 40.000 Euro anlegen, besonders begehrte Versionen liegen im sechsstelligen Bereich. Tendenz steigend, weshalb sich dieser Elfer unter Umständen auch als Geldanlage eignet.

Der Porsche Cayman GTS im Test FOTO: Porsche

Für die Landfrau: Sie pendelt irgendwo zwischen Reitturnier und Rosenbeet und muss auf ihrem Weg auch hin und wieder über Stock und Stein. Der Cayenne mit seinem 262 PS starken Sechzylinder-Dieselmotor (67.000 Euro), bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast und echten Offroad-Qualitäten ist dabei ein zuverlässiger Begleiter.

Mit einem Normverbrauch von 6,6 Litern ist das 4,86 Meter lange und gut zwei Tonnen schwere SUV bemerkenswert sparsam. Und auf einem abwaschbaren Hundekissen hat im 1.690 Liter großen Kofferraum sogar eine ganze Weimeraner-Familie Platz.

Für die Single-Lady: Sie liebt ihre Unabhängigkeit und findet die zwei Sitze des Cayman (ab 51.400 Euro) absolut ausreichend für alle Lebenslagen. Der Mittelmotor-Sportler (275 bis 385 PS) ist zwar der kleine Bruder des 911, steht dem Traditionsmodell aber in Sachen Kurvenräubern auch dank optimaler Gewichtsverteilung in nichts nach.

Die Motorlage hat noch einen weiteren Vorteil: Kofferräume vorn und hinten für insgesamt 425 Liter Gepäck – das ist in Summe mehr als in einen VW Golf passt.

Für die Kurven-Königin: Für viele Fans ist der 911 GT3 (137.300 Euro) der purste Porsche im Sortiment. Schon der große, feststehende Heckflügel ist nichts für Schüchterne. Wenn der 3,8-Liter-Boxer (475 PS) bis 9.000 Umdrehungen hochdreht, bekommen Bluthochdruck-Beifahrer Herzklabastern.

Will Hobby-Rennpilotin diesen Porsche artgerecht halten, muss sie ihn mal auf eine Rundstrecke mitnehmen. Wer richtig hart drauf ist, nimmt den GT3 RS, muss dann aber mit Stahlrohrgeflecht statt Rücksitzen leben.

Für die Karrierefrau: Wenn sie nicht gerade im Flieger sitzt oder über Aktenbergen brütet, muss sie stilvoll von A nach B kommen – und dabei nicht nur das Aktenköfferchen, sondern auch mal den ein oder anderen Geschäftspartner transportieren. Im Panamera (ab 83.300 Euro) ist Platz für vier.

Will die ökologisch bewusste Geschäftsführerin mit gutem Beispiel voran gehen, fährt sie den Panamera S E-Hybrid (104.300 Euro). Eine Kombination aus V6-Kompressor-Benziner und Elektromotor mit 306 kW/416 PS Systemleistung treibt die Oberklasse-Limousine dann an. Den Akku kann man an der Steckdose in der Garage aufladen – oder an der solarbetriebenen Stromtankstelle auf dem Firmenparkplatz.

Für die Auskennerin: Sie kann die Modellbezeichnungen aller Heckmotor-Porsche im Schlaf aufsagen, in Sachen Auto macht man(n) ihr nichts vor. Deshalb fährt sie einen 911 aus den Baujahren 1993 bis 1998, Modellbezeichnung 993. Dieser Elfer ist der letzte mit einem luftgekühlten Boxermotor, danach wurde auch bei Porsche mit Wasser gekühlt.

Für Liebhaber hat der 993 deshalb eine besondere Stellung. Das schlägt sich auch in der Preisentwicklung nieder, was für die Auskennerin ein schöner Nebeneffekt ihres Fahrzeugs ist: In den letzten fünf Jahren hat der 993 150 Prozent an Wert zugelegt und liegt jetzt bei rund gut 60.000 Euro.

(SP-X)
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