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Ratgeber Autokauf
Neuwagen für unter 10.000 Euro - maximal günstig

Autokauf - 16 Neuwagen unter 10.000 Euro
Autokauf - 16 Neuwagen unter 10.000 Euro FOTO: Hersteller/SP-X
Düsseldorf. Geiz muss nicht geil sein, kann aber beim Sparen helfen. Etwa beim Autokauf, denn für kostenbewusste Neuwagenkäufer finden sich viele Alternativen für unter 10.000 Euro. Von Mario Hommen

In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Durchschnittspreise für Neuwagen nahezu verdoppelt. Mittlerweile werden im Schnitt bereits mehr als 30.000 Euro pro Fahrzeug investiert.

Wer bei diesen Preissteigerungen nicht mitmachen will, muss nicht verzagen: In erstaunlich großer Zahl werden auch weiterhin günstige Neuwagen angeboten, die zum Teil für deutlich unter 10.000 Euro zu haben sind. Wer auf Innovations-Brimborium und Softtouch-Schnickschnack verzichten kann, findet das richtige Mobil auch für kleines Budget.

  • Ford Ka+

Jüngstes Mitglied der Sub-10.000-Euro-Familie ist der Ford Ka+. Der mathematische Operator im Namen deutet bereits an, dass hier mehr als bei den Vorgängermodellen geboten wird. Vor allem die Fondgäste haben vom Längenwachstum um 30 Zentimeter auf 3,93 Meter profitiert. Der Fünftürer bietet selbst großen Gästen auf der Rückbank genügend Entfaltungsspielraum. In der 9.990 Euro teuren Basisversion mit 51 kW/70 PS starkem 1,2-Liter-Benziner sind immerhin höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrische Fensterheber, geteilt umklappbare Rückbanklehne und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung enthalten.  

IAA 2017 - Volkssportler liefern Spaß für kleines Geld FOTO: SP-X/Hersteller
  •  VW Up, Seat Mii & Skoda Citigo

Deutlich weniger Ausstattung und zudem nur zwei Einstiegstüren gibt es beim VW Up. Die 9.975 Euro teure Basisversion ist mit einem 44 kW/60 PS starken Dreizylinder-Benziner ausgestattet. Bemerkenswerte Details des 3,60 Meter kurzen Sparmobils sind lediglich eine Zentralverriegelung sowie LED-Tagfahrleuchten. Zu teuer?

Alternativ gibt es die kleinste Baureihe des VW-Konzerns auch bei den Schwestermarken Skoda und Seat. Der spanische Ableger Mii kostet man bei gleicher Motorisierung nur 8.990 Euro, verzichtet allerdings auf die beim Up genannten Extras. Die Skoda-Variante Citigo wiederum ist ab 9.770 Euro zu haben. Als Besonderheit ist hier bereits in der Basisversion ein Start-Stopp-System an Bord.

  • Opel Karl

Vergleichsweise mehr für weniger (ab 9.560 Euro) bekommt man beim Opel Karl. Wie beim Ford Ka+ gibt es auch hier vier Einstiegstüren. Der kleine Rüsselsheimer bietet bei knapp 3,70 Meter Länge zudem ordentliche Platzverhältnisse hinten und einen mindestens 206 Liter großen Kofferraum. Einzig verfügbarer Antrieb ist ein bereits ausreichend potenter Dreizylinder mit 55 kW/75 PS. Die Basisausstattung fällt recht mager aus. Nennenswert sind Isofix-Halterungen und Bordcomputer

  • Kia Picanto & Hyundai i10

Wer sich mehr Ausstattung wünscht, wird bei den Koreanern fündig. Kia verkauft seinen Picanto ab 9.990 Euro. Der ebenfalls 3,70 Meter kurze Kleinstwagen hat serienmäßig vier Einstiegstüren und ein gutes Platzangebot. So ist der Kofferraum von 255 auf 1.058 Liter erweiterbar. Basisantrieb ist auch hier ein Dreizylinder-Benziner mit beschaulichen 49 kW/67 PS.

Als aktuelles Angebot bietet Kia die Ausstattung Edition 7 zum Basispreis an. Damit sind ein höhenverstellbares Lenkrad, Zentralverriegelung, Bordcomputer, elektrische Fensterheber, Radio und sogar eine Klimaanlage an Bord. Das Schwestermodell des Picanto ist der Hyundai i10, der bei einem ähnlichen Zuschnitt und identischer Motorisierung ebenfalls 9.990 Euro kostet. Ohne aktuelles Angebot bekommt man hier nur die magere Basisausstattung, in der immerhin eine geteilt umlegbare Rückbank enthalten ist.

Diese Neuwagen kosten unter 20.000 Euro FOTO: Hersteller
  • Toyota Aygo

In der Basis als Dreitürer bietet Toyota den mindestens 9.950 Euro teuren Aygo an. Mit 3,46 Meter gehört er zu den besonders kurzen Vertreter der Kleinstwagen-Szene. Entsprechend geht es hier auch etwas enger zu. Der Kofferraum kann von 168 auf 812 Liter vergrößert werden. Als Antrieb steht ausschließlich ein Dreizylinder mit 51 kW/69 PS zur Wahl.

Immerhin gibt es in der Basis bereits Projektionsscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, Bordcomputer, höhenverstellbares Lenkrad und Fensterheber vorne. Vom Aygo bietet Citroen ein Schwestermodell namens C1, das bereits für 9.240 Euro zu haben ist, dann allerdings mit einer deutlich abgespeckten Ausstattung.

  • Fiat Panda

Ein Klassiker der Budget-Szene ist der Fiat Panda. Der gut 3,70 Meter kurze Fünftürer ist derzeit ab 9.850 Euro zu haben. Die Basismotorisierung hat sogar vier Zylinder und 1,2 Liter Hubraum, erlaubt mit 51 kW/69 PS allerdings ebenfalls keine Vortriebswunder. Wie kein anderes Modell in seinem Segment gibt es für den Italiener allerdings eine große Auswahl an alternativen Motorvarianten, zum Beispiel Turbozweizylinder, Diesel, Erdgas- oder Allradantrieb. Die Basis ist mit elektrischen Fensterhebern vorne und höhenverstellbarem Lenkrad recht mager ausgestattet.

  • Renault Twingo

Ebenfalls serienmäßig als Fünftürer verkauft Renault seinen mindestens 9.750 Euro teuren Twingo. Der 3,60 Meter kurze Franzose bietet im Fond ausreichend Platz und einen von 219 auf 980 Liter erweiterbaren Kofferraum. Der Dreizylinder-Benziner leistet segmenttypische 51 kW/69 PS. Bordcomputer, Geschwindigkeitsbegrenzer, LED-Tagfahrlicht, höhenverstellbares Lenkrad und Bordcomputer sind der einzige nennenswerte Luxus der Basisversion Life.

Nissan Micra - der Kleinwagen ist ein echter Blickfang FOTO: Nissan
  • Mitsubishi Space Star

Im Vergleich zu den bisher aufgeführten Günstlingen ein echtes Schnäppchen ist der knapp 8.000 Euro teure Mitsubishi Space Star. Der rund 3,80 Meter lange Fünftürer bietet gute Platzverhältnisse, einen 235 bis 912 Liter großen Kofferraum und einen sogar halbwegs spritzigen Dreizylinder mit 52 kW/71 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h erlaubt.

Wie in seiner Klasse üblich, ist die Ausstattung mager. Bordcomputer, höhenverstellbarer Fahrersitz und eine geteilt umlegbare Rückbank sind immerhin an Bord. Rund 9.300 Euro kostet der Space Star in der Ausstattung Edition 100, die zusätzlich Audiosystem, USB-Anschluss, elektrische Außenspiegel und Zentralverriegelung bietet.

  • Lada Granta & Kalina

Wem der Space Star zu klein und zu teuer ist, kann alternativ bei Lada fündig werden. Die 4,26 Meter lange Stufenhecklimousine Granta kostet nur 7.260 Euro. Es gibt vier Einstiegstüren, einen separaten 480-Liter-Kofferraum und einen Vierzylinderbenziner mit 64 kW/87 PS. Das einzig nennenswerte Detail der Basis ist ein Bordcomputer.

8.090 Euro kostet der Granta Norma, der mit Extras wie 15-Zoll-Alus, Metallic-Lack, Colorverglasung, Audiosystem, elektrischen Fensterhebern, Klimaanlage, Höhenverstellung für Lenkrad und Zentralverriegelung unschlagbar günstig ist.

Alternativ gibt es noch den Lada Kalina ab 7.460 Euro. Das fünftürige Steilheckmodell hat ebenfalls einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit 64 kW/87 PS. Die Ausstattung ist in der Basis so mager wie die des Granta. 780 Euro Aufpreis kostet die Version Norma mit den bereits genannten Zusatzextras. Alternativ kann man den Kalina auch als Kombi ab 8.500 Euro bekommen.

Was Autofahrer wissen wollen FOTO: dpa
  • Dacia Sandero, Logan MCV, Dokker & Lodgy

Space Star und Granta sind zwar vergleichsweise groß und günstig, doch mit dem Preis-Leistungsverhältnis von Dacia können beide nicht mithalten. Den Einstieg in die Produktwelt der Renault-Tochter markiert der knapp über vier Meter lange, fünftürige Sandero. Der Kleinwagen bietet einen 320 bis 1.200 Liter großen Gepäckraum und einen immerhin 54 kW/73 PS starken Dreizylinder. Serienmäßig sind hier schon LED-Tagfahrlicht und eine asymmetrisch umklappbare Rückbank dabei.

Für nur 1.000 Euro mehr gibt es das Kombimodell Logan MCV, der mit gut 4,50 Meter Länge bereits Kompaktklasse-Format bietet. Der Fünftürer hat Platz für über 1.500 Liter Gepäck. Wer den Wagen maximal belädt, dürfte die 73 PS starke Basismotorisierung als allerdings sehr müde empfinden. Die Basisversion bietet eine geteilt umlegbare Rückbank, Dachreling und LED-Tagfahrlicht.

Wem das Platzangebot des MCV nicht reicht, kann für rund 9.000 Euro noch den Dokker ordern, der in der Basis bereits einen 75 kW/102 PS starken Vierzylinder bietet. Der Hochdachkombi bietet übrigens Platz für bis zu 3.000 Liter Gepäck und serienmäßig außerdem eine Schiebetür für den Fond sowie ein Start-Stopp-System.

Nochmal größer und auf Wunsch mit sieben Sitzen gesegnet ist der Dacia Lodgy, den es ab 9.990 Euro mit 102 PS gibt. An Bord der Basis sind ein Start-Stopp-System, Dachreling und getönte Scheiben. 

(csr/SP-X)
 
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