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Zwischenbericht der Ermittler
Tesla fuhr bei Todes-Crash zu schnell

Tesla fuhr bei Todes-Crash zu schnell
Bei dem Unfall wurde der Fahrer tödlich verletzt FOTO: ap
Washington. Bei dem ersten tödlichen Unfall eines Elektroautos mit Selbstfahrfunktion könnte überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle gespielt haben. Das legen erste Ermittlungsergebnisse nahe.

Der Wagen des Elektroauto-Herstellers Tesla habe nach Daten aus dem Fahrzeug eine Geschwindigkeit von rund 119 Kilometern pro Stunde gehabt, teilte die Ermittlungsbehörde NTSB in einem ersten vorläufigen Bericht mit. Erlaubt waren auf dem Abschnitt rund 105 Kilometer pro Stunde. Die Behörde betonte aber, dass die Untersuchung des Falls noch nicht abgeschlossen sei und dass die Unfallursache noch nicht bestimmt sei. "Alle Aspekte des Unfalls sind weiter Gegenstand der Untersuchung", hieß es. Es kann noch rund ein Jahr dauern, bis die NTSB ihre Ermittlungen zur Unfallursache beendet.

Das Auto war Anfang Mai ungebremst unter einen Lastwagen-Anhänger gefahren, der abbog und die Fahrbahn überquerte. Das Fahrassistenz-System "Autopilot", das Tempo und Spur halten sowie Frontal-Kollisionen vermeiden soll, war eingeschaltet. Nach bisherigen Angaben von Tesla hielt es aber die weiße Seite des Anhängers vermutlich für ein hochhängendes Autobahnschild. 

Unabhängig von den Ermittlungen wurde bekannt, dass Tesla und die israelische Firma MobilEye, die Technologie für selbstfahrende Autos entwickelt, ihre Zusammenarbeit auslaufen lassen werden. MobilEye hatte nach dem Unfall betont, dass aktuell von Tesla eingesetzte Technik des Unternehmens dabei keine Rolle gespielt habe.

(crwo/dpa/afp)
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