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Trotz Assistenzsystemen aufmerksam bleiben

Fahrer dürfen sich nicht blind auf Helfer verlassen.

Auch wenn der Spurhalteassistent im Fahrzeug aktiviert ist, müssen Autofahrer die Hände immer am Lenkrad lassen. Das ist nicht nur rechtlich vorgeschrieben, auch die Leistung solcher Assistenten macht diese Vorsicht nötig, berichtet die Fachzeitschrift "auto motor und sport".

Enge Kurven überfordern die Lenkunterstützung derzeitiger Systeme den Angaben zufolge. Diese reiche nur für weite Kurvenradien. Sensoren registrieren aber, ob der Fahrer die Hände am Lenkrad hat: Wird das Steuer sekundenlang losgelassen, warnt das System den Fahrer - und schaltet sich kurz darauf ab.

Doch nicht nur der Spurhalteassistent birgt Tücken. Auch Abstandsassistenten können Schwächen haben. Mitunter erkennen sie stehende oder plötzlich in die Spur ziehende Fahrzeuge nicht. Dann ist es an dem Fahrer, kräftig auf die Bremse zu treten. "auto motor und sport" hat Assistenzsysteme verschiedener Autos aus der Kompakt- und Mittelklasse getestet. Den Testern fiel auch negativ auf: Einige Assistenten erkennen nicht, wenn auf der linken Spur Autos langsamer fahren - und überholen rechts. Ihre Bilanz: Auch wenn die Systeme den Fahrer in verschiedenen Situationen gut entlasten, muss dieser immer aufmerksam bleiben.

Laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat (DVR) können Assistenzsysteme dennoch helfen, zahlreiche Unfälle zu verhindern oder Folgen eines Crashs zu mindern. Eine Umfrage im Auftrag des DVR zeigte: Autofahrer, die schon Assistenzsysteme nutzen, stehen jenen Systemen offener gegenüber, als Autofahrer, die keine Assistenten im Fahrzeug haben.

Das zeigt sich besonders bei Systemen, die während der Fahrt unterstützen. 90 Prozent der Befragten, die bereits Systeme nutzen, wollen ihr nächstes Fahrzeug mit einem Notbremsassistenten ausstatten. Bei den Befragten ohne Assistenten waren es 71 Prozent.

(tmn)
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