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Unauffällig, aber online

Das fällt auf Ja, das Auto sieht recht schmal und dadurch schnittig aus, vor allem in der langen Touring-Sports-Version. Und ja, die Scheinwerfer vorne sind neuerdings extrem lang gezogen - aber einen wirklichen Wiedererkennungswert besitzt der Auris nicht. Innen gibt es viel Platz - trotz der schmalen Silhouette. Sofort sticht das sieben Zoll große Display in der Mittelkonsole ins Auge, das sich einfach wie ein Smartphone bedienen lässt. Und: WLAN! Tatsächlich kann man im Auris dank des "Touch2 & Go"-Systems im Internet surfen und Mails lesen, ohne dafür Handyempfang haben zu müssen. Nicht besonders gut durchdacht sind aber die vielen Knöpfe am Lenkrad, von denen einige dieselbe Funktion haben wie das Touch-Display (Radiosender wechseln geht auf drei Arten). Und: Wer die Schalter für die Sitzheizung sucht, wird in einem Ablagefach fündig. Von Isabelle de Bortoli

So fährt er sich Die Dieselversion im Test ist schon ein wenig laut. Vor allem, wenn das Auto noch kalt ist, wummert es im Innenraum. Ansonsten aber reist es sich unauffällig - die Beschleunigung ist in Ordnung, die Lenkung leichtgängig. Wir verbrauchen für einen Diesel recht hohe 6,2 Liter - sind allerdings auch flott unterwegs. An Bord sind Kollisions- und Spurwechselwarner, ebenso eine Verkehrszeichenerkennung. Während erstere das Fahren tatsächlich leichter machen, werden Verkehrszeichen weniger gut erkannt: Im Düsseldorfer Rheinufertunnel etwa gilt Tempo 70 - der Auris empfiehlt Tempo 30. Etwas aus der Bahn wirft uns, dass das Auto zwar eine Rückfahrkamera, aber keine piepsenden Park-Sensoren hat. Das ist doch eigentlich Standard.

Das kostet er Der Einstiegspreis für den Auris Touring Sports liegt bei 17.190 Euro. Da ist man aber auf Stahlfelgen und ohne Audiosystem unterwegs. Der Testwagen in der Ausstattungsvariante "Comfort" samt Business-Paket kostet schnell 10.000 Euro mehr, hat dann aber Lederlenkrad, Assistenzsysteme, Touch-Display, Rückfahrkamera und WLAN an Bord. Die Hybrid-Version ist ab 24.190 zu haben.

Für den ist er gemacht Für Familien, die keinen Van wollen, und alle anderen, die keine allzu großen optischen Ansprüche an ihr Auto haben. Dieser Wagen wurde der Redaktion zu Testzwecken von Toyota zur Verfügung gestellt.

Quelle: RP
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