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Kolumne
Anhaltende Preisdynamik

Nach den halbjährlichen Auswertungen des Gutachterausschusses Düsseldorf hat es in der Kategorie "Bebaute Grundstücke" im ersten Halbjahr 2016 für neu gebaute Reihenhäuser 18 Kauftransaktionen gegeben - fast identisch zu den 21 Käufen für die ersten sechs Monate 2015. Zudem wurden bis Ende Juni 88 Einfamilienhäuser (70 in 2015) gekauft.

Während die typische Kaufpreisspanne bei neuen Reihenhäusern fast konstant blieb (470.000 bis 680.000 Euro), ist eine spürbare Verschiebung bei Einfamilienhäusern festzustellen: Für diese werden die Grenzen 2016 mit 180.000 bis zwei Millionen Euro angegeben. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 270.000 bis 1,3 Millionen Euro.

In der Kategorie "Wohnungs-/ Teileigentum" zeigte sich ein spürbarer Anstieg der Kauftransaktionen. Für Eigentumswohnungen der Baujahre 1948 bis 2006 weisen die Gutachter 966 Käufe gegenüber 790 im Vorjahr aus. Bei neu gebauten Wohnungen waren es 442 Transaktionen (2015: 275) Die Preisspanne blieb bei den Eigentumswohnungen mit einer Bandbreite von 1300 Euro bis 3600 Euro je Quadratmeter nahezu konstant. Bei Neubauwohnungen engte sich die Spanne zwischen 3300 Euro und 5700 Euro je Quadratmeter um jeweils 200 Euro ein.

Was lässt sich daraus ableiten? Aus der Anzahl der konstanten beziehungsweise steigenden Transaktionen ist zu schlussfolgern, dass die Nachfrage ungeachtet des hohen Preisniveaus stabil ist. Die Verschiebung der Grenzen der Kaufpreisspannen macht eine hohe Volatilität der Preise bei Häusern deutlich, die für Eigentumswohnungen nicht erkennbar ist.

Sven Bartram

Der Autor ist Certified Real Estate Analyst der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

Quelle: RP
 
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