| 08.01 Uhr

Kolumne
Gratwanderung beim Neubau

Düsseldorf fördert im Rahmen des Handlungskonzeptes Wohnen den Bau von bezahlbarem Wohnraum. Ein unterstützungswertes Vorhaben, welches bei öffentlich geförderten Wohnungen bereits erfolgreich umgesetzt wird.

Eine zweite Komponente im Handlungskonzept ist der preisgedämpfte Wohnungsbau, welcher künftig bei einer Quote von zehn bis 20 Prozent der Wohnungen umgesetzt wird. Hier darf die Nettokaltmiete maximal 9,60 Euro pro Quadratmeter betragen. Ein vernünftiger Wert. Im Falle von preisgedämpften Eigentumswohnungen, bei denen ein Kaufpreis zu Ansatz gebracht werden muss, gibt es noch keinen Konsens. Ein in Bezug auf die festgelegte Miete angemessener Wert liegt je nach Lage des Grundstücks bei 3200 bis 3500 Euro pro Quadratmeter. Sollte der Wert niedriger festgelegt werden, ist eine Realisierung aufgrund der Bau-, Grundstücks- und Kaufnebenkosten in Düsseldorf unmöglich oder die Preise müssen zulasten der ohnehin angespannten Kaupreise im frei finanzierten Wohnungsbau subventioniert werden. Also noch höhere Preise für die übrigen kaufwilligen Bürger.

Darüber hinaus soll ein Kaufpreisaufschlag beim Wiederverkauf für zehn Jahre zwar ausgeschlossen werden, allerdings lässt sich die Wohnung dann im elften Jahr problemlos für vielleicht mehr als das Doppelte verkaufen. Was denkt der Nachbar darüber, der die Wohnung ursprünglich quersubventioniert hat? Eine vernünftige Lösung ist ein angemessener, nach Lage differenzierter Kaufpreis sowie eine Festschreibung des Kaufpreises im Falle des Wiederverkaufs auf 20 Jahre. Werner Horn

Der Autor ist Prokurist und Leiter Bauträgervertrieb Rheinland von Corpus Sireo Makler.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kolumne: Gratwanderung beim Neubau


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.