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Estrich verlegen – Auf den Untergrund kommt es an
Fließend, trocken oder schwimmend?
Düsseldorf. Um raue Betonböden für den späteren Bodenbelag vorzubereiten, ist meist ein Estrich zu verlegen. Aber nicht jeder Estrich eignet sich für jeden Untergrund.

Nur die wenigsten, die selbst Estrich verlegen wollen, wissen, dass sowohl der Untergrund als auch der spätere Bodenbelag bei der Wahl eines geeigneten Estrichs eine Rolle spielen. Neben den verschiedenen Estricharten bestimmt auch die Verlegetechnik die Eigenschaften des Estrichs. Grundsätzlich wird beim Estrich-Verlegen zwischen Fließestrich und Trockenestrich unterschieden. Während Trockenestrich problemlos selbst verlegt werden kann, erfordert das Verlegen von Fließestrich deutlich mehr Fachwissen, um die gewünschten Estricheigenschaften zu erreichen. Zumal Fließestrich sowohl schwimmend auf einer Dämm- beziehungsweise Trennschicht als auch im Verbund oder als Heizestrich verlegt werden kann.

Was ist beim Verlegen von Fließestrich zu beachten?

Zunächst muss die Frage geklärt werden, wie der aus Trockengemisch und Wasser angemischte Estrich an den Verlegeort gelangt. Dazu werden in der Regel spezielle Druckluftpumpen benötigt. Wenn nur wenige Quadratmeter Estrich verlegt werden sollen, kann der Transport aber auch mit Eimern erfolgen. Um in Wohnräumen Estrich zu verlegen, ist außerdem eine spezielle Untergrundvorbereitung erforderlich. Dazu gehören sowohl Wärmedämmung als auch Schallschutz. Mithilfe von speziellen Trennschichtfolien und Dämmplatten muss daher zunächst der Untergrund fugendicht ausgelegt werden. Zusätzlich sollte auch an den Wänden eine sogenannte Randdämmung angebracht werden.

Abziehen, glätten und fertig ist der Estrich

Auf dem so vorbereiteten Untergrund kann mit dem Estrich-Verlegen begonnen werden. Um eine bestimmte Estrichhöhe einzuhalten, ist an den Wänden ein entsprechend angezeichneter Meterriss sinnvoll. Obwohl Fließestrich in der Regel selbstnivellierend ist, sollte er zusätzlich mit Wasserwaage und Brett abschnittsweise abgezogen werden. Anschließend wird mit Reibbrett und Stahlglätter Stück für Stück die endgültige Oberfläche hergestellt. Bei großen Estrichflächen müssen zusätzlich spezielle Dehnungsfugen berücksichtigt werden, um ein Reißen der Estrichplatte während des anschließenden Trocknungsprozesses zu vermeiden. Dieser kann je nach verwendetem Estrich und Umgebungsbedingungen bis zu sechs Wochen dauern.

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