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Kolumne
Kein Grund zur Sorge

Kolumne: Kein Grund zur Sorge
Die Depotbank hat die Aufgabe, im Fonds verbliebenen Immobilien entsprechend der jeweiligen Marktlage zu veräußern. FOTO: dpa, ade rho
Düsseldorf. In der anhaltenden Niedrigzinsphase sind Offene Immobilienfonds bei Investoren nach wie vor beliebt. Viele Anteilsbesitzer von Fonds, die sich seit Jahren in Auflösung befinden, ereilt dieser Tage gleichwohl eine zunächst beunruhigende Nachricht.

Die Auflösungsfristen, die dem Fondsmanagement zugestanden wurden, enden. Das heißt: Alle bis dahin nicht verkauften Objekte werden an die Depotbank übertragen, die damit Eigentümer der Immobilien wird.

Was heißt das für die betroffenen Anleger? Die Depotbank hat die Aufgabe, die im Fonds verbliebenen Immobilien entsprechend der jeweiligen Marktlage zu veräußern. Dies soll innerhalb von drei Jahren geschehen - zum bestmöglichen Preis.

Auch die Teilrückzahlungen an die Anteilseigner übernimmt die Depotbank, die für die weitere Fondsauflösung im Regelfall einen erfahrenen Manager beauftragt.

Zwei Details sollten Anleger im Hinterkopf behalten: Zum einen ist die Depotbank nicht verpflichtet, sich bei den Immobilienverkäufen am zuletzt festgestellten Gutachterwert zu orientieren. Je nach Marktlage kann der Verkaufspreis also deutlich niedriger liegen - mit entsprechenden Folgen für den Wert des Fondsanteils.

Zum anderen ist der Verkauf der letzten Immobilie nicht gleichbedeutend mit dem Ende des Fonds. Die vollständige Rückzahlung des Fondsvermögens erfolgt aufgrund von Gewährleistungsverpflichtungen und steuerlichen Aspekten oft erst nach fünf Jahren, teils noch später.

Anleger können beim Übertrag von Offenen Immobilienfonds an die Depotbank dennoch vom gewohnten Ablauf der Fondsauflösung ausgehen.

Sven Bartram

Der Autor ist Certified Real Estate Analyst der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

Quelle: RP
 
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