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Kolumne
Standards ein Muss für Makler

Kolumne: Standards ein Muss für Makler
Eine Maklerin spricht mit einem Interessenten bei einer Wohungsbesichtigung. FOTO: dpa, tha
Parallel zur zunehmenden Globalisierung und Professionalisierung hat sich auch in Deutschland ein immer breiteres immobilienwirtschaftliches Studienangebot entwickelt.

Dieses bietet heute führend an der International Real Estate Business School IREBS der Uni Regensburg oder auch an der Bochumer EBZ Business School hochqualifizierte Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten mit Praxisbezug für die Immobilienbranche.

Indes mangelt es immer noch an klaren Regelungen für die Berufszulassung. Mini-Sachkundenachweise nach § 34c Gewerbeordnung sowie ab August 2018 eine "Fortbildungsverpflichtung" von 20 Stunden innerhalb von drei Jahren sind aus unserer Sicht absolut unzureichend, um angemessene Ausbildungs- und Qualitätsstandards sicherzustellen.

Unser Haus verlangte bereits in den 1950er und 60er Jahren vom damaligen Bundeswirtschaftsminister Erhard Berufszulassungsregelungen. Diese wurden abgelehnt mit dem Hinweis, kein Präjudiz für umfassende weitere Berufsgruppenregulierungen schaffen zu wollen, zumal der Markt selbst unqualifizierte Dienstleister "aussortieren" werde.

Das war damals und ist heute der falsche Ansatz. Vielmehr bedarf es anspruchsvoller Ausbildungs- und Berufszulassungsrichtlinien, die eine hohe Qualität und Sachkunde bereits bei Berufseintritt sicherstellen. Dies ist im Sinne der Auftraggeber, die nur so mehr Sicherheit erhalten, und der Immobilienbranche selbst, denn sie sind unersetzlich für das wirkungsvolle Funktionieren der komplexen Immobilienmärkte.

Wulff Aengevelt

Der Autor ist Geschäftsführender Gesellschafter der Aengevelt Immobilien, Düsseldorf.

Quelle: RP
 
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